14 Offpiste-Ski im planetSNOW-Test

So testet planetSNOW Offpiste-Ski

Offpiste-Ski müssen heutzutage nicht nur im Tiefschnee, sondern auch auf der Piste glänzen. planetSNOW hat die breiten Ski überall getestet.
Zu den getesteten Produkten
Foto: Head

Im tiefen Pulverschnee abseits der Piste müssen die Ski für ordentlich Auftrieb sorgen.

Getestet wurden die Ski bei unterschiedlichsten Schnee-, Pisten- und Geländeverhältnissen – eben genau unter den Bedingungen, mit denen man während einer Saison in den Alpen konfrontiert wird. Die Gewichtung zwischen Pisten- und Gelände-Performance wurde bei den Offpiste-Modellen etwa auf 30 zu 70 Prozent taxiert. Wobei diese Verteilung von Modell zu Modell – je nach Konzeption des Herstellers – variieren kann.

Galten die breiten Offpiste-Ski vor einiger Zeit noch als echte Exoten, die nur von Spezialisten und bei bestimmten Schneebedingungen aus dem Keller geholt wurden, haben sich die Ski zu wahren Tausendsassas gemausert, die mit vielen Qualitäten aufwarten. Das Paradebeispiel für den perfekten Offpiste-Ski ist ein Modell, das im Gegensatz zum reinrassigen Freeride-Ski neben aller Tiefschnee-Performance auch einen satten Kantengriff und ein gewisses Maß an Carving-Eigenschaften für den Pisteneinsatz vorweisen kann.

Wie weit die Vorstellungen im Hinblick auf diese Wunderwaffe auseinandergehen, wird schon bei der Bestückung des Testfelds durch die Hersteller deutlich. Die Mittenbreite der Ski reicht von 90 Millimetern unter der Bindung bis zu 98 Millimetern.

Rocker-Shapes treten in Konkurrenz zu komplett traditionell vorgespannten Ski, und der Radius reicht von vergleichsweise wendigen 18 bis etwas über 24 Metern.

Foto: Scott

Dank der Breite vermitteln die Ski viel Sicherheit.

Der Trend geht zum breiten Ski

Der allgemeine Trend zu insgesamt etwas breiteren Skigeometrien, die auf der einen Seite mehr Auftrieb garantieren, gleichzeitig aber auch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, setzt sich auch bei den Offpiste-Modellen fort.

Lag die durchschnittliche Mittenbreite im Vorjahr noch bei 94 Millimetern, so sind es in dieser Saison bereits 96. Das Gros der Testski bietet eine satte Skimitte zwischen 94 und 98 Millimetern und punktet dadurch vor allem bei Ausritten ins Gelände, egal ob mit frischem Neuschnee versehen oder schon von unzähligen Gleichgesinnten durchgepflügt.

Doch dem Breitenzuwachs sind Grenzen gesetzt, soll der Ski gleichzeitig noch eine gewisse Vielseitigkeit besitzen. Denn mit zunehmender Breite leidet der Kantengriff, der Kraftaufwand auf härterem Geläuf steigt überproportional, und auch die Laufruhe lässt häufig nach.

17.11.2011
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW
Ausgabe 02/2011