13 Sportcarver im Test

Skitest: Die besten Sportcarver 2015/2016

Foto: Elan Sportcarver Ski Test

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Die Sportcarver bringen nicht nur optisch Pep auf die Piste. Die vielseitigen Supersportler machen auch sonst richtig Laune. Wir haben 13 Modelle getestet.
Zu den getesteten Produkten

Die ganz großen technischen Revolutionen oder neue Produktkategorien hat der Skimarkt im Winter 2015/16 nicht zu bieten, aber häufig liegt die Kunst ja auch in nicht ganz so offensichtlichen Verbesserungen und in kleinen Detaillösungen. Und am Finetuning haben die Hersteller für die aktuelle Saison heftig gearbeitet – vor allem bei den immer wichtiger werdenden Sportcarvern. Weniger ist dabei häufig mehr. Wo es möglich ist Material einzusparen, da wird gefräst und ausgehöhlt, um Gewicht und damit auch Schwungmasse einzusparen. Im Fokus liegen hier neben der Längsmitte der Ski vor allem die Schaufel und das Skiende. Das Ergebnis der Gewichtseinsparungen: eine leichtere Schwungauslösung, kraftsparenderes Fahren bei gleichbleibender Stabilität unter der Bindung und im Bereich der Kanten.

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Darf´s auch etwas schneller sein?

Dank der eingesetzten Technologien und Dämpfungssysteme verfügen die Sportcarver über eine hohe Breitbandigkeit, die Fortgeschrittenen und Könnern variable Schwungformen auf der Piste, gerne auch mit etwas höherem Tempo, ermöglichen. „Radikale Kurven – ob kurz, mittel oder lang – machen aufgrund der sportlichen Ausrichtung der Ski Lust auf mehr“, findet Helge Kravatzky aus dem Profitest-Team. Die Kombination aus sportlich aggressivem Innenleben und dem – im Vergleich zu den Race- und Slalomcarvern – meist dezenteren Äußeren, macht die Ski zu wahrhaft vielfältigen Liebhaberstücken.

Die Vorteile des Sportcarvers

Doch worin unterscheiden sich eigentlich die vermeintlichen Überflieger auf dem Skimarkt von Race- oder den immer mehr in den Hintergrund rückenden Slalomcarvern? Was macht diese Modelle so sexy, dass ihnen ein Großteil der Ski-Gemeinde zu Füßen liegt? „Die Radien sind ähnlich denen wendigerer Racecarver. Dafür sind die Shapes etwas breiter – und das von der Schaufel über die Skimitte bis hin zum Skiende“, beschreibt Profitester Arwed Raab die Hauptmerkmale der Sportcarver. Der Hang zu etwas üppigeren Formen als bei den Racecarvern hat handfeste Gründe. Zum einen bringt die größere Skibreite mehr Stabilität und Fahrsicherheit. Zum anderen vergrößert sich der Einsatzbereich, weil die Ski auch in zerfurchtem Gelände besser aufschwimmen – selbst Buckelpisten verlieren viel von ihrem Schrecken, da die Ski insgesamt auch flexibler sind.

Die Testsieger

Breitbandigkeit heißt also das Zauberwort, mit dem die Sportcarver die Konkurrenz aus Race- und Slalomcarvern in die Flucht schlagen. Mit den Ski ist man bestens gewappnet für all das, was ein normaler Skitag zu bieten hat. Weite und enge Carving-Turns auf präparierter Piste, Speed-Strecken mit Schussfahrten, Buckel, Wegübergänge oder aufgefirnte und sulzige Frühjahrshänge. Somit sind die aktuellen Sportcarver auf der Piste das, was die Offpiste-Ski im Gelände sind – universelle Geräte für sportlich ambitionierte Fahrer.

Als besonders führungsstark und tempostabil hat sich in diesem Jahr der Nordica Dobermann Spitfire EVO EDT herauskristallisiert, der deshalb auch verdient mit dem planetSNOWTIPP ausgezeichnet wurde. Nicht ganz so sportlich, dafür aber umso vielseitiger einsetzbar präsentierten sich der Atomic Redster XTI, der Blizzard G-Power FS, der Head WC Rebels i.Race und der Völkl Code S SW UVO. Aufgrund ihrer Variabilität und des breiten Einsatzspektrums wurden die Modelle daher ebenfalls mit dem planetSNOW-TIPP prämiert.

23.11.2015
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW
Ausgabe 2015/2016/2015/2016