12 Sportcarver im Test (2018)

Skitest: 12 Sportcarver im Test

Foto: Helmut Baumgartner Sportcarver im Test 2018

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Die Zehnkämpfer sind in der Leichtathletik die „Könige der Athleten“, weil sie in 10 grundverschiedenen Disziplinen überzeugen müssen. Wir haben 12 Sportcarver einem abwechslungsreichen Praxistest unterzogen, der beweist, dass die Ski dieser Kategorie das Zeug zum „Vielseitigkeitskönig der Piste“ haben.

Die Nerven sind ebenso zum Bersten gespannt wie die Muskeln an Oberschenkel und Armen. „Auf die Plätze, fertig … peng“ ertönt es aus der Pistole des Starters, und wie von der Tarantel gestochen schießen die Starter dem Ziel entgegen.

Testkriterien für Sportcarver

Nach gut 10 Sekunden ist mit dem 100-Meter-Lauf die erste Disziplin des Zehnkampfs Geschichte, aber vor den Teilnehmern liegen noch neun weitere, kraftraubende, technisch anspruchsvolle und enorm vielfältige Disziplinen – jede einzelne eine Herausforderung für sich. Beim Hochsprung ist neben der Sprungkraft vor allem die Technik gefragt, wohingegen es bei der letzten Disziplin des ersten Tages – dem 400 Meter Lauf – für viele nur noch darum geht, auf die Zähne zu beißen und irgendwie ins Ziel zu kommen. Nach einer kurzen Nacht folgen am nächsten Tag fünf weitere Herausforderungen, und am Ende steht der „König der Athleten“ fest.

Ebenso vielfältig und anspruchsvoll sind die Testkriterien der Sportcarver-Kategorie beim DSV skiTEST in Obergurgl, denn schließlich geht es hier um die Skimodelle, die für eine breite Masse an Skifahrern aufgrund ihres Einsatzspektrums das Maß aller Dinge sind. Es sind nicht die absoluten Spitzen und nicht die sehr spezifischen Eigenschaften, die analog zu den Zehnkämpfern für ein absolutes Top-Resultat ausschlaggebend sind. Hier kommt es vielmehr auf die Ausgeglichenheit und eine überzeugende Leistung bei unterschiedlichsten Anforderungen an.

Gerne auch für höheres Tempo ausgelegt

Wenn bei den Zehnkämpfern das „Höher, schneller und weiter“ im Vordergrund steht, sind es bei den Sportcarvern neben der Vielseitigkeit eine gute Fahrperformance auf härterem Untergrund, Tempofestigkeit und Spurtreue. Dies verdeutlicht den sportlichen Anspruch dieser Kategorie, der durch die beim Skibau verwendeten Materialien untermauert wird.

„Bei den Sportcarvern werden Materialien und Technologien eingesetzt, wie man es sonst aus den Kategorien der Race- und Slalomcarver gewohnt ist“, erklärt Florian Schmidt, einer der beiden Testleiter des DSV skiTEST. „Allerdings sind die Sportcarver mit einer größeren Breitbandigkeit ausgestattet, die Fortgeschrittenen und Könnern variable Schwungformen auf der Piste, gerne auch mit etwas höherem Tempo, ermöglichen“, pflichtet ihm sein Testleiter-Kollege Andreas König bei.

Vor allem die Tempohärte, erzielt durch die Bauweise in Form eines härteren Flexes und einer höheren Torsionssteifigkeit, macht den Unterschied zur Genusscarver-Kategorie und zu einem Großteil der Allmountain-Modelle aus. „Das führt dazu, dass einem diese Ski, selbst bei schnellen Kurven auf der Kante gefahren, ein hohes Maß an Sicherheit vermitteln“, findet Peter Hatzl aus dem Profitest-Team des DSV skiTEST.

Wohlproportionierte und hochmoderne Carver

Neben der reinen Fahrperformance wird bei den Ski der Sportcarver-Kategorie allerdings auch Wert auf das entsprechende Image gelegt. Wer sich für solch einen Ski entscheidet, der möchte sich ein hochmodernes, hochwertiges und gut aussehendes Produkt anschnallen.

Nicht ohne Grund werden die Zehnkämpfer nicht nur hinsichtlich ihrer herausragenden Leistungen, sondern auch wegen ihrer wohlproportionierten Figur und ihrem stattlichen Auftreten bewundert. Überzeugende Merkmale, die so ohne Weiteres auch auf die Ski der Sportcarver-Kategorie zutreffen.

Die Sportcarver im Test:




15.11.2018
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW