10 Genusscarver im Test

Skitest: 10 Genusscarver 2018/2019

Foto: Helmut Baumgartner Genusscarver im Test 2018

Fotostrecke

Die aktuellen Genusscarver bieten Fahrspaß von Anfang an und zeigen dabei, dass mit ihnen der Brückenschlag zwischen genussvollem Cruisen und sportlicher Attitüde problemlos machbar ist. Ski, die Geist und Körper des Fahrers in Einklang bringen.
Zu den getesteten Produkten

Yoga – eine aus Indien stammende philosophische Lehre, die eine Reihe geistiger und körperlicher Übungen umfasst – ist uralt. Die geschichtlichen Anfänge sind nicht abschließend geklärt, aber spätestens seit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts und seit Beginn des neuen Jahrtausends ist Yoga in aller Munde.

Alles im Einklang - auch auf der Piste

War Yoga in der ursprünglichen Lehre ein Weg der Selbstvervollkommnung, verfolgen Yogaübungen heutzutage in den westlichen Ländern zumeist einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele in Einklang bringen soll. Yoga umfasst in seinem Ursprung sowohl meditative als auch körperliche Übungen, auch wenn es heute vielfach nur auf die körperlichen Übungen beschränkt wird. Und auch hier haben sich über die Jahrtausende und Jahrhunderte verschiedene Yoga-Arten entwickelt, zu denen in den vergangenen Jahrzehnten noch weitere Unterarten und Abwandlungen hinzugekommen sind.

Und egal ob in Reha-Einrichtungen, von Krankenkassen empfohlen oder von Spitzensportlern verschiedenster Disziplinen – Yoga gehört als fester Bestandteil für viele Menschen zu einem ausgewogenen Fitnessplan dazu. Wahrscheinlich auch, weil es in den letzten Jahren in vielen Ausprägungen sportlicher geworden ist und nicht mehr diesen ursprünglich esoterischen Touch hat.

Definition über den Preis

Eine Entwicklung, die sinnbildlich auch auf die Kategorie der Genusscarver zutrifft. Galten die Ski vor wenigen Jahren noch als Einsteigerski und Modelle mit wenig fahrerischem Potenzial, haben sich die Ski in den vergangenen Jahren mehr und mehr zu einer Kategorie für ein sehr breites Zielpublikum entwickelt. So wie die Skihersteller heute die im Set mit Bindung maximal 499 Euro teuren Genusscarver definieren, treten sie den klaren Gegenbeweis zu solch veralteten Vorurteilen an.

Und natürlich kann man mit den Ski auch sportlicher fahren – und dabei problemlos viel Spaß haben. Unter den 10 getesteten Modellen waren fast durchwegs hochwertige Ski am Start, von denen nicht nur die 12 Mitglieder des Profitest-Teams begeistert waren. Auch die Vergleichsgruppen-Tester waren von der Performance der Genusscarver sehr angetan.

Dafür sind Genusscarver da

Die Ski dieser Kategorie sprechen die große Gruppe der Einsteiger, Wiedereinsteiger, Gelegenheitsskifahrer und all diejenigen an, bei denen der Genuss vor den ganz großen sportlichen Ambitionen steht. Also Skifahrer, „die ein Skimodell suchen, welches sich leicht drehen und mit wenig Kraftaufwand fahren lässt, gleichzeitig aber auch den einen oder anderen Fahrfehler verzeiht“, so Bettina Kürmeier aus dem DSV skiTEST Profitest-Team.

„Der typische Skifahrer, der zum Genusscarver greift, wechselt zwischen sportlichen, geschnittenen Kurven und lässig gedrifteten oder angedrehten Schwüngen“, beschreibt die langjährige Testerin aus dem Profitest-Team. Die leichten Genusscarver unterstützen das Kurvenfahren, indem sie sich leicht drehen lassen, kraftsparend zu fahren sind und ein hohes Maß an Sicherheit vermitteln.

Florian Schmidt, einer der beiden Testleiter des DSV ski-TEST bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „Die neue Generation der Genusscarver ist viel besser als ihr Ruf und als wir es aus den Vorjahren zum Teil gewohnt waren.“ Vor allem stimmt in dieser Kategorie für viele Skifahrer neben der Leistung auch der Preis.

Testfazit des DSV-Carving-Ski-Tests 2018

„Für 400 bis 500 Euro bekommt man sehr vielfältige Ski mit einer super Fahr-Performance.“ Getestet wurden die Ski in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Schwungradien – sowohl gedriftet als auch geschnitten – und auf ihre Beweglichkeit, Laufruhe, Steuereigenschaften, Fahrcharakter und den Kantengriff. Gesucht wurde dabei ein Ski, „der es gemütlich angehen und sich leicht beherrschen lässt, gleichzeitig aber auch das Zeug hat, einen fortgeschrittenen Skifahrer in seinen Bann zu ziehen und zu überzeugen“, so Andreas König, der zweite Leiter des DSV skiTEST.

„Der Ski soll keine Herausforderung sein, sondern ein angenehmer, unstressiger Begleiter für all diejenigen, die mit weniger Kraftaufwand Skifahren wollen“, beschreibt König die Haupteigenschaften der Genusscarver.

Zu den Kauftipps aus dem DSV aktiv-Skitest 2018 gehören zweifelsohne der Dynastar Speedzone 7 (450 Euro), der Rossignol Pursuit 400 (500 Euro) und der Völkl RTM 76 E für rund 450 Euro. (weitere Details siehe Fotostrecke)

Die Genusscarver im Test 2018




04.12.2018
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW