Perfect Day - ein Ski-Tag in Hochfügen

Unterwegs mit Sebastian Hannemann

Hochfügen ­- am Eingang des Zillertals gelegen - ist für viele Münchener Skifahrer und Freerider das Heimrevier. Der Freerider Sebastian Hannemann verrät, wie man in Hochfügen einen perfekten Ski-Tag erlebt.

Sebastian Hannemann katapultierte sich in der vergangenen Saison in die weltweite Spitze der Freeride-Athleten. Als einziger Deutscher nahm der 24-jährige Augsburger an der Freeride World Tour teil und belegte im Overall-Ranking nach dem Finale in Verbier einen beachtlichen zehnten Platz. Chamonix und Sotschi nennt der sympathische Student, wenn man ihn nach seinen Lieblingsskigebieten fragt — neben Hochfügen, denn das ist sein Heimatrevier, welches er wie seine Westentasche kennt.

Freerider Sebastian Hannemann

Sebastian Hannemann.

1. Geheimtipp Hochfügen: In letzter Zeit hat sich das Skigebiet aber mehr und mehr zum Freeride Hotspot gemausert. Mit der größten Schneesicherheit in der Region sowie vielzähligen Möglichkeiten, die von dicken Big Mountain-Lines über Pillows bis hin zu Treeruns reichen, hat sich das Skigebiet weit über die Grenzen Österreichs hinaus einen Namen gemacht. Außerdem nutzen viele Freeride-Pros das Areal zur Vorbereitung auf die Big Mountain-Saison.

2. Freeride-Checkpoints: Bevor man sich in Hochfügen ins ungesicherte Gelände begibt, sollte man unbedingt die sogenannten Freeride-Checkpoints beachten. Diese stehen vor sämtlichen Freeride-Routen sozusagen als letzte Kontrolle.

3. Freeride-Areal Kuchl: Einstiegsmöglichkeiten befinden sich zwischen 8er-Jet Bergstation und 2er-Pfaffenbühel Bergstation. Zielpunkte sind diverse Pisten bis hin zur Talstation des Pfaffenbühel-II-Lifts.

4. Freeride-Areal Marchkopf: Weitläufige Freeride-Möglichkeiten rechts neben dem Zillertal-Shuttle. Startpunkt entweder direkt neben der Bergstation oder weiter rechts nach kurzem Fußmarsch in Richtung Marchkopf. Zielpunkt Parkplatz Hochfügen.

5. Freeride-Areal Nase: Teilweise stark bewaldetes Gebiet direkt unterhalb des Pfaffenbühel-Lifts. Einstiegsmöglichkeit, wo sich die Piste 6 und 7 trennen. Zielpunkt ist die Talstation Pfaffenbühel bzw. der Parkplatz in Hochfügen.

6. Freeride-Areal vordere Pfunds: Südostflanke des Pfaffenbühel. Ausstiegsstelle Schlepplift Pfaffenbühel II. Schrägfahrt nach links über die Piste zum Gelände. Zielpunkt Parkplatz Hochfügen.

7. Freeride-Areal Ostwand: Weitläufige, teils sehr anspruchsvolle Freeride-Möglichkeiten zwischen Hochfügen Lift 2000 und Gilfert. Auffahrt mit dem Hochfügen-2000-Lift. Ankunftspunkt Talstation Skilift Hochfügen 2000.

8. Freeride-Top-spot: Dass sich Hochfügen als Freeride-Top-spot etabliert hat, sieht man auch daran, dass nächstes Jahr ein Freeride World Qualifier Stopp im Bereich der Ostwand durchgeführt wird. Der Big Mountain Event findet vom 3.2.2011 – 7.2.2011 statt.

9. Après-Ski: Nach einer gelungenen Freeride-Session kann man den Tag in einer der vielzähligen Berghütten und Bars ausklingen lassen. Dabei ist vor allem die Kristallbar zu empfehlen, der jeder mal einen Besuch abstatten sollte.

10. Unterkunft: Für mehrtägige Aufenthalte empfiehlt es sich, das Montana anzusteuern. Dort gibt es entweder im Alpin-Center für unterschiedliche Gruppen zwischen 5 und 90 Personen günstigen, urigen Aufenthalt oder im Apart-Montana etwas gehobenere Unterkünfte.

29.11.2010
© planetSNOW
Ausgabe 02/2010