30 Tourenski im planetSNOW-Skitest

Von superbreit bis ultraleicht: Der große Tourenski-Test

Frühling im Kaunertal: Die Sonne brennt, doch die Berge hier oben in 3000 Meter Höhe sind immer noch tief verschneit. Perfekt für den großen Tourenskitest der Magazine outdoor, planetSNOW und klettern. 30 Tourenski müssen hier im Skitest zeigen, was sie können.
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30 Bilder
oudtoor Tourenski-Test: Atomic Aspect Foto: Atomic
oudtoor Tourenski-Test: Atomic Descender Foto: Atomic
oudtoor Tourenski-Test: Black Diamond Aspect Foto: Black Diamond

Der jährliche Tourenskitest findet an einem einzigartigen Ort statt: der mächtige Glockturm, die atemberaubende Flanke der Weißsee-Spitze, der wuchtige Gepatschgletscher – das Kaunertal ist ein Paradies für Tourengeher – und ein perfektes Testareal zugleich.

 

Tourenski Ausrüstung
Foto: Thilo Brunner Tourengehen boomt.

Speziell rund um das Gletscherskigebiet komprimiert sich auf engstem Raum alles, was das Tourengehen so reizvoll macht. Schmale Steilrinnen, breite Firn- und Pulverhänge, eisige Querpassagen und Anstiege.

Andi Reischelt ist sich sicher: "Auf unserer Testrunde spürt man ganz genau, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Modelle liegen und für welchen Tourengehertyp sie sich eignen." Denn eines ist klar: So sehr das Skitourengehen gerade im Trend liegt, so unterschiedliche Vorstellungen gibt es vom Spaß im Gelände.

Während der eine gerne ausgedehnte Skidurchquerungen unternimmt, betrachtet ein anderer das Tourengehen eher als Fitnesstraining und stürmt entlang der Pisten nach oben. Wieder andere sehen Anstiege nur als Pflichtübung, um sich mit Freude in die Abfahrt stürzen zu können.

Zudem wird der Sport immer facettenreicher. Variantenfahrer beispielsweise möchten ihr Material jetzt sowohl bei der flotten Pistenhatz als auch auf kleinen Skitouren nutzen. Für diesen Einsatzbereich haben Head, Kästle und Nordica entsprechende Skimodelle neu im Programm. Sie gehören im Test zur abfahrtsorientierten Fraktion.

Das Gros gehört zu den Allroundtourern

Den Rest stellen die Leichtmodelle. Der Dynafit Broad Peak gehört zum Beispiel zur Liga der leichten Ski. Er wiegt nur 2300 Gramm. Dadurch spart man bei alpinen Gipfelunternehmungen, langen Durchquerungen und Mehrtagestouren eine Menge Kraft.

 

oudtoor Tourenski-Test: Dynafit Broad Peak
Foto: Dynafit Dynafit Broad Peak

Dazu ist er vergleichsweise schmal, wenig tailliert und spurt daher sauber, vor allem bei Hangque- rungen ein großer Vorteil. Das Erstaunliche ist jedoch: Der Broad Peak lässt sich auch vergleichsweise gut bergab fahren – auch wenn es sich immer noch um rhythmische Kurzschwünge bei langsamem Tempo handelt. Selbst der Kantengriff in steilen Couloirs überzeugt.

Ein Novum, denn bisher galt eher die Regel: Leichtski – im Aufstieg hui, in der Abfahrt pfui! Und der Dynafit ist kein Einzelfall: Auch der Blizzard Expedition und der Atomic Descender brechen mit dieser Grundregel und begeistern besonders Fitnessorientierte Pistentourer und Gipfelstürmer. Nur im Bruchharsch treiben die schmalen Speedtourer dem Fahrer den Schweiß auf die Stirn.

Wichtig: Das Potenzial der Leichtski lässt sich nur ausschöpfen, wenn die komplette Ausrüstung unter der Maxime der Minimalisierung steht. Sprich: Leichte Bindungen und Schuhe sollten unter dem Weight-Watchers-Aspekt mit einbezogen sein. »Und es lohnt sich, denn bis zu drei Kilo kann man durch die richtige Materialwahl einsparen«, bestätigt Tester Michi Knab.


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Ausgabe 01/2011/2011