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16 fette Freeride-Ski im planetSNOW-Test
Wenn der Wetterbericht einen ganz fetten Surftag im Powder verspricht, dann gibt es nur eine Wahl: Freerider im XXL-Format. PlanetSNOW testete die neuen Freerideski in den Dolomiten. Die neuen Freeride-Konzepte brechen alle bisher bekannten Regeln der Powderwaffen.

- Schmale Couloirs und fetter Powder – da punkten die neuen Rocker-Ski mit ihrer Drehfreudigkeit.
Foto: Michael Neumann
Ein Blick sagt manchmal mehr als tausend Worte. In diesem Fall waren es sogar mehr als ein Dutzend Augenpaare, die sich auf uns richteten, gepaart mit Mienen aus Verwunderung und blankem Entsetzen. Und plötzlich war sie da – die Erkenntnis: Wir waren anders, wir wurden beobachtet, wir stachen raus aus dem Einheitsbrei in der Liftschlange. Doch stopp: Wir waren nur das Beiwerk. Es waren unsere drei Paar Ski, die sich von den uniformen Pistencarvern hier am Sessellift unterschieden wie Ozzy Osbourne von Florian Silbereisen. Ein Ski ein fassdaubenartiges Gebilde, von vorne bis hinten aufgebogen und in der Mitte üppiger als an Front und Heck. Dazu der Nordica Jah Love mit 140 Millimetern unter der Bindung – doppelt so breit wie ein Slalomcarver. Und der Dritte im Bunde: Der K2 Sidestash, der vor der Bindung seine Nase wie ein Hund zum Schnüffeln in die Luft hebt, was einen Holländer zu der vorsichtigen Frage veranlasste, ob der Ski nach einem wilden Sturz gestaucht sei. Man kann es ihm wahrlich nicht verübeln.

- Startbahn West: Wer mit Speed und viel Luftstand die Hänge reitet, setzt besser auf die Laufruhe eines Big-Mountain-Ski.
Foto: Salomon
Nase hoch: die aktuellen Freerider
Bis vor kurzem waren Freerider immer noch Ski – mit Spitze und Ende, Vorspannung und Taillierung. Natürlich sind die Breiten über die Jahre immer mehr gewachsen. Galt zur Jahrtausendwende ein Dynastar 4x4 Big mit seinen 80 Millimetern unter der Bindung noch als ultimatives Geländetool, so firmieren solche Ski heute unter der Gattung Allmountain. Heute fängt die Welt der seriösen Powderplanken bei 100 Millimetern erst an. Doch in der letzten Zeit verschwinden die klassischen Skiformen immer mehr. Die neuen Freeride-Konzepte brechen mit allen bisher bekannten Regeln für Powderwaffen und Big-Mountain-Ski. Die Skivorspannung zum Beispiel wird zunehmend zurückgenommen. Die extremsten Variationen sind Full-Rocker-Ski wie zum Beispiel der 4frnt VCT Turbo. Er ist von vorne bis hinten aufgebogen.
Viele aktuelle Freerider wie etwa der Black Diamond Justice tragen zumindest die Nase nach oben, das soll den Ski leichter zum Aufschwimmen bringen und die Drehfreudigkeit steigern. Ist das ein Quantensprung für Tiefschneefahrer, oder bieten gemäßigtere Konstruktionen eine größere Vielseitigkeit? Es ist ein Wettstreit der Philosophien, denen planetSNOW beim Praxistest auf den Grund gegangen ist ...
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20.11.2009
© planetSNOW Ausgabe 02/2009


