Test Racecarver-Ski 2016

12 Racecarver im Skitest: Echte Dauer(b)renner


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White Style 2016
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Test 2015 Racecarver
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Test 2015 Racecarver
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Test 2015 Racecarver
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Präzision, Power, Kantengriff und Dynamik – dafür gibt es seit Jahren ein Synonym: Racecarver. Wir haben 12 echte Renner getestet.
Zu den getesteten Produkten

Auch wenn man den Satz als Kind nie hören wollte, irgendwann schleicht er sich wohl bei jedem in den Sprachschatz ein: „Früher war alles besser.“ Dabei ist das mitnichten so. Was die Skiwahl betrifft war vor gut 20 Jahren nicht alles besser, aber deutlich einfacher. Sportlich ambitionierte Skifahrer konnten – oder besser mussten – sich zwischen zwei Skitypen entscheiden. Der Riesenslalom-Ski für die längeren Kurven und der Slalom-Ski für die kürzeren Schwünge.

Wer sich im Winter 2015/16 im gut sortierten Sportfachhandel umschaut, wird von einer Flut unterschiedlichster Skikategorien und Modelle geradezu überwältigt. Aber eines ist, trotz Sportcarvern, Allmountain-Ski oder sportlichen Allroundern, immer noch klar, wer gerne Ted Ligety, Kjetil Jansrud, Lindsey Vonn oder Anna Fenninger nacheifern möchte, der kommt auch heute, 20 Jahre nach der großen Markteinführung der Carving-Ski, nicht an den Race-Modellen vorbei.

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Fotostrecke: Best of Ski: Die besten Ski 2016 im Test

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Test 2015 Allmountainski Foto: Hersteller
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Racecarver - der mildere Rennski

Der Racecarver ist und bleibt der kleine Bruder des Riesenslalom-Rennski. Das Innenleben und die Aufbauten der rassigen Renner sind dank Verstärkungen zur Verbesserung der Torsionssteifigkeit, innovativen Dämpfungssystemen und neuesten Materialien stets vom Feinsten. Und auch wenn die Ski ganz klar für den Pisteneinsatz und Otto Normalverbraucher konzipiert sind, liegen die Racecarver und Riesenslalom-Ski gar nicht so weit auseinander.

Der gravierendste Unterschied: Ein Riesenslalom-Rennski muss nach den Spezifikationen des Internationalen Skiverbandes FIS seit der Saison 2012/13 bei den Herren einen Mindestradius von 35 Meter und eine Länge von 1,95 Meter für Herren aufweisen, die maximale Breite unter der Bindung beträgt höchstens 65 Millimeter. „Die Rennmodelle sind außerdem noch aggressiver“, weiß Profi-Testerin Sarina Raab aus eigener Erfahrung. „Für den gleichen Kurvenradius erfordern sie vom Fahrer mehr Kraft, setzen diese aber in Tempo um – vorausgesetzt der Fahrer hat genügend Schmalz in den Beinen, um sie zu bändigen.“

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Test 2015 Allmountainski Foto: Hersteller
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Tempofestigkeit und Laufruhe

Doch wer trainiert schon täglich wie ein Profi und stemmt im Kraftraum regelmäßig Gewichte? Für Hobbyskifahrer sind die etwas gemäßigteren Racecarver gerade recht. Doch was heißt hier gemäßigt? Keine Angst, das große Flattern werden Sie mit den aktuellen Modellen auch dann nicht bekommen, wenn Sie Ihre Bretter ausnahmslos mit Vollgas die Pisten herunterprügeln. „Denn Tempofestigkeit und Laufruhe zählen ausnahmslos zu den Hauptcharaktereigenschaften der Racecarver“, fasst Florian Schmidt, einer der beiden Testleiter, eines der Hauptergebnisse zusammen.

Mit den aktuellen Modellen werden vornehmlich Pistenskifahrer angesprochen, die spurstabile, aber dennoch bewegliche Ski suchen und sich vor allem bei mittleren und langen Radien und mittlerem bis hohem Tempo zu Hause fühlen. Selbstverständlich kann man die Ski auch in kurze Radien drücken oder einen gerutschten beziehungsweise gedrifteten Schwung mit ihnen fahren, jedoch prädestiniert sind die Modelle für den langen, geschnittenen Temposchwung auf der Kante. Der bissige Kantengriff sorgt für das nötige Sicherheitsgefühl – auch bei eisigen Pistenverhältnissen – und gehört zu einem Racecarver wie die Brezel zur Weißwurst. Das war früher so – und heute auch. Und das ist auch gut so.

Fotostrecke: Skitest: 13 Sportcarver der Saison 2015/2016 im Test

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Test 2015 Sportcarver Foto: Hersteller
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Die Besten im Test

Besonders überzeugt waren die Tester bei dem gemeinsam mit dem DSV aktiv Ski & Sportmagazinin Obergurgl durchgeführten Test von den beiden Modellen Atomic Redster Doubledeck 3.0 GS und Nordica Dobermann GSR Evo Edt, die aufgrund ihrer kompromisslosen Sportlichkeit und Fahrperformance mit dem planetSNOW-TIPP ausgezeichnet wurden. Nur geringfügig weniger aggressiv, dafür aber um einiges gutmütiger und somit vielfältiger einsetzbar, wussten der Elan GSX Fusion, der Rossignol Hero Elite LT TI und der Völkl Racetiger GS zu überzeugen. Diese drei wurden daher ebenso verdient mit dem planetSNOW-TIPP für große Breitbandigkeit ausgezeichnet.


Die Racecarver 2016 im Test:

10.11.2015
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW
Ausgabe 2015/2016/2015/2016