Test: 17 Freerider-Ski

17 Ski für Freerider im planetSNOW-Test


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17 Freeride-Ski im planetSNOW-Test
Foto: Fischer

 

Offpisten-Ski im planetSNOW-Test
Foto: 4FRNT

 

Offpisten-Ski im planetSNOW-Test
Foto: Atomic

 

Offpisten-Ski im planetSNOW-Test
Foto: Black Diamond

 

Offpisten-Ski im planetSNOW-Test
Foto: Blizzard
Wechselnde Schneeverhältnisse, steile Couloirs und enge Waldpassagen – nur ein vielseitiger Offpiste-Ski garantiert satten Geländegenuss. planetSNOW hatte 17 aktuelle Modelle im Test.
Vergleichbare Produkte im Test

Der Traum eines Freeriders: Die schier endlosen Lines, die man in den amerikanischen Skifilmen sieht, sorgen für Kribbeln in der Magengegend und lassen einen mit den Füßen scharren. Die Welt scheint stillzustehen, wenn der Helikopter abhebt und die beiden Skifahrer alleine auf dem Gipfel zurücklässt.

Alleine mit sich und rings herum nichts als Berge und Schnee. Beim Blick ins Tal offenbart sich ein schier endloser, gleichmäßiger Hang mit jungfräulichem federleichtem Powder, der nur darauf wartet, mit epischen Lines durchpflügt zu werden. Ring, Ring! – Aufwachen!

So animierend der Traum von den amerikanischen Verhältnissen auch sein mag – in den Alpen schaut die Skifahrer-Welt meist anders aus. Steile Rinnen und Couloirs statt endlosen Hängen, wechselnde Schneeverhältnisse statt Puderzucker-Powder und enge, knifflige Waldabfahrten statt offener Espen- oder Birkenwälder.

Und somit geht hier die Skiwahl meist auch eher zum gemäßigteren Offpiste-Ski als zur super fetten Powder-Latte, denn die Ski sollten ebenso vielfältig sein wie die Verhältnisse, die einen an einem typischen Wintertag in den Alpen erwarten. Was die aktuellen Ski versprechen und halten, zeigt unser Test.

 

17 Freeride-Ski im planetSNOW-Test
Foto: Fischer

Variable und wendige Ski durch Rocker-Technologie

Die Mittenbreiten der Offpiste-Ski in unserem Test liegen zwischen 89 und 102 Millimetern und sind somit breit genug, dass die Bretter bei Neuschnee geschmeidig aufschwimmen und für Spurtreue und Sicherheit im Gelände sorgen. Die vielfach eingesetzten Rocker-Technologien machen die Ski variabel und wendig. Und trotz der recht üppigen Skimitte ist es den Skiherstellern nahezu perfekt gelungen, die Ski so abzustimmen, dass sie auch auf der Piste zu deutlich mehr taugen, als von einem Run zum nächsten zu queren.

Der schon bei den Pisten-Ski erkennbare Trend hin zu insgesamt etwas breiteren Skigeometrien, die auf der einen Seite mehr Auftrieb garantieren, gleichzeitig aber auch ein Gefühl von Sicherheit vermitteln, setzt sich auch bei den Offpiste-Ski fort.

Gewichtung von Pisten- und Gelände-Performance variiert je nach Modell

Getestet wurden die Ski bei unterschiedlichsten Schnee-, Pisten- und Geländeverhältnissen – eben genau unter den Bedingungen, mit denen man während einer Saison oder eines Skitages in den Alpen konfrontiert wird. Die Gewichtung zwischen Pisten- und Gelände-Performance wurde bei den Offpiste-Modellen etwa auf 30 zu 70 Prozent taxiert. Wobei diese Verteilung von Modell zu Modell – je nach Konzeption des Herstellers – variieren kann.

Wie weit die Konzepte und Vorstellungen der Skihersteller hinsichtlich ihrer Philosophie eines perfekten Offpiste-Ski auseinandergehen, wird deutlich, wenn man sich neben der Mittenbreite auch die Konstruktion und die Radien der Ski vor Augen führt. Rocker-Shapes treten in Konkurrenz zu komplett traditionell vorgespannten Ski, und der Radius reicht von vergleichsweise wendigen 16 bis hin zu 23 Metern.

Spürbare Gewichtsunterschiede bei Test-Ski

Auch in puncto Gewicht gibt es bei den Testmodellen spürbare Unterschiede, die für den Einsatzbereich der Ski nicht unbedeutend sind. So gibt es eher leichtgewichtige Modelle wie der Movement Buzz, der Kästle TX 97 oder der Salomon Rocker2 90, die mit einer Marker Duke oder einer Salomon Guardian auch beim Hiken nicht zu viel Kraft kosten. Oder eben die Schwergewichte, wie der Nordica Enforcer, der Line Prophet 98 oder der 4FRNT Cody, die sich auch bei ruppigen Verhältnissen oder hohen Geschwindigkeiten durch nichts so leicht aus der Ruhe bringen lassen.

Zu schwer sollten die Ski allerdings auch nicht sein, denn das Mehr an Spurtreue und Tempohärte geht zulasten der Agilität und Vielseitigkeit. Herausragend in Bezug auf die Gelände-Performance, kombiniert mit guten – teils sogar sehr guten – Pisteneigenschaften und somit verdient mit dem begehrten planetSNOW-Tipp ausgezeichnet, sind der Blizzard Kabookie, der K2 Sideshow, der Line Prophet 98, der Nordica Enforcer Ti, der Salomon Rocker2 90 sowie der Völkl Kendo. Die Ski machen einfach Spaß und schaffen den Spagat aus hohem Auftrieb im Gelände und angenehm harmonischen und variablen Fahreigenschaften auf der Piste und bei schwierigen Schneeverhältnissen.

Wenn Sie sich also einen der aktuellen Offpiste-Ski unterschnallen, müssen Sie gar nicht mehr von den epischen Lines in den amerikanischen Skimovies träumen – denn mit den Ski rocken Sie die Alpen und haben in heimischen Gefilden unbändigen Spaß.

Ihr Wunsch-Ski ist in diesem Test nicht dabei? Dann vielleicht in unserem anderen Freeride-Test der Saison 2012/2013, den Sie hier finden.

 

Foto: DSV aktiv

Wir danken den Partner-Hotels des planetSNOW-Skitests:

Hotel Edelweiss Gurgl
Hotel Alpenaussicht Overgurgl


Die Ski in diesem Test:

05.12.2012
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW
Ausgabe 02, 02/2012, 2013