Skitest: Racecarver und Slalomcarver für 2012/ 2012

24 Racecarver- und Slalomcarver-Ski im Test


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Test Slalomcarver Racecarver Ski
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Test Racecarver Atomic Redster Doubledeck GS
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Blizzard WRC im Test
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Dynastar Speed Course Ti
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Elan GSX Waveflex Fusion
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Mit diesen 24 Ski der Kategorien Racecarver und Slalomcarver bringen Sie Ihre Oberschenkel zum Qualmen und die Kanten zum Glühen. Wir verraten Vor- und Nachteile der Ski im Test.
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Test Slalomcarver Racecarver Ski
Foto: Blizzard Auf die Piste, fertig, los: 24 Race- und Slalomcarver-Ski im planetSNOW-Test.

Egal ob Tempobolzerei mit den längeren Racecarver-Ski, oder das Spiel mit der Fliehkraft auf den kürzeren Slalomcarver-Ski – mit den aktuellen Pistenfeuerzeugen bringen Sie die Kanten gleichsam zum Glühen. Und das, obwohl die beiden Kategorien an sich extrem verschieden sind. In diesem Test finden Sie Ski beider Typen.

Während Ski fahren mit den Slalomcarver-Ski eine ganz schön schräge Sache ist und einer Achterbahnfahrt gleicht, beginnt mit den Racecarver-Ski vom ersten Stockschub an die wilde Pistenhatz. Die Racer-Ski liegen im Test extrem satt im Schnee, schlucken dank ausgeklügelter Dämpfungssysteme selbst größere Unebenheiten in der Piste und bleiben auch im High-Speed-Bereich stets ruhig und stabil. Doch obwohl sich der technische Aufbau, die Materialien und auch die Geometrien der Racecarver an den Riesenslalom-Modellen der Weltcup-Fahrer orientieren, lassen sich die aktuellen Ski, die wir im Test hatten, in dieser Kategorie überraschend harmonisch und vielseitig bewegen.

Im Skitest hat sich gezeigt: Aufgrund ihres größeren Radius im Vergleich zu den Slalomcarvern nicht ganz so bissig und kantendominant, sind die Racecarver im Vergleich zu den Slalomcarvern mit deutlich weniger Krafteinsatz fahrbar. "Man darf bei den Slalomcarvern nicht vergessen, dass es sich hier um hoch sportliche Ski handelt, die neben der entsprechenden Fahrtechnik auch ein gehöriges Maß an Kraft und Saft in den Oberschenkeln erfordern", erläutert Ulrike Ettinger, aus dem planetSNOW-Test-Team.

Aufgrund des deutlich geringeren Radius, der bei den Slalomcarver-Ski im Test im Durchschnitt bei 12,5 Metern im Vergleich zu 17,8 Metern bei den Racecarvern liegt, entwickelt sich sehr schnell das beschriebene Achterbahngefühl, wenn man mit den Ski in kleinen Radien den Hang hinabcarvt. Die schwindelerregenden Schräglagen, die sich von Kurve zu Kurve noch steigern, sorgen für ein Kribbeln in der Magengegend – und recht schnell zu einem Brennen in den zum Bersten angespannten Oberschenkeln. Warum? Bei den Slalomcarvern gibt es kaum eine Verschnaufpause, weil es Augenblicke später bereits in die nächste Schräglage geht.

Slalomcarver-Ski für lange Skitage zu anstrengend, Racecarver fahren sich stabiler

Daher ziehen auch sportliche Genießer immer häufiger einen Racecarver-Ski dem Slalom-Modell vor. "Über den ganzen Tag ist mir ein Slalomcarver zu anstrengend, da muss man laufend nachkorrigieren", findet planetSNOW Test-Fahrer Michael Knab. "Ein Racecarver hingegen liegt schön stabil, lässt sich aber auch mit klassischer Schwungtechnik ganz relaxed fahren." Macht der Fahrer jedoch Druck und setzt die Ski bewusst auf die Kante, beißen sich die messerscharfen Kanten der Racecarver in die harte Piste und hinterlassen zwei tiefe Spuren in der jungfräulichen Schneedecke.

Also gilt somit auch für die Racecarver-Ski im Test: Wenn Sie mit den Ski den nahezu unbändigen Fahrspaß vollends genießen möchten, sind eine versierte Skitechnik, ein gutes Körpergefühl sowie ausreichend Kraft und Kondition die Grundvoraussetzung dafür, dass Sie mit dem Ski fahren und nicht der Ski mit Ihnen. Nun liegt es an Ihnen, welches feurige Pistenmodell Sie sich unterschnallen, um nicht nur die Kanten zum Glühen, sondern auch Ihre Augen zum Funkeln zu bringen.


Die Ski in diesem Test:

14.11.2012
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW
Ausgabe 02, 02/2012, 2013