Test Racecarver-Ski für 2017

11 Racecarver für 2017 im planetSNOW-Test


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Foto: Ian Coble

 

planetSNOW Atomic Redster Doubledeck 3.0 GS
Foto: Atomic

 

planetSNOW Blizzard WRC
Foto: Blizzard

 

planetSNOW Dynastar Speed WC Master
Foto: Dynastar

 

planetSNOW Elan GSX Fusion
Foto: Elan
Mit diesen Racecarvern der Skisaison 2017 bringen Sie die Kanten zum Glühen. Wir haben 11 aktuelle Rennski getestet.
Zu den getesteten Produkten

Schon in der Gondel funkeln die Augen mit den Schneekristallen der frisch präparierten Piste um die Wette. Die vergangene Nacht war sternenklar und entsprechend kalt. Die Pistenraupen haben in der Früh perfekte Arbeit geleistet und aus der ansprechend kupierten Piste einen Skifahrertraum gemacht.

Platt gebügelt wie eine frisch geteerte Autobahn und griffig wie ein jungfräulicher Mountainbike-Reifen ist sie die optimale Spielwiese für die aktuellen Racecarver.

Egal ob Tempobolzerei mit den sehr sportlich abgestimmten Modellen oder das Spiel mit der Fliehkraft auf den etwas flexibleren Kandidaten der Racecarver-Klasse – mit den aktuellen Pistenfeuerzeugen bringen Sie die Kanten garantiert zum Glühen.

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Racecarver 2017: Werkzeuge für Perfektionisten

Die Geschwindigkeitsliebhaber. Jene Skifahrer, die auf menschenleeren Pisten nichts anderes im Sinn haben, als in weiten Radien mit flottem Speed eine Abfahrt nach der anderen zu absolvieren. Nein, es sind keine Raser. Sie haben ihr Material im Griff. Sie hinterlassen auf der glatten Piste eindeutige Spuren: zwei exakte Linien, die millimetergenau gesetzt sind. Ihre Werkzeuge sind fein gewählt – Racecarver.

Bei ambitionierten Skifahrern sind sie der Inbegriff für perfekte Skitechnik und dynamisches Fahren. Satt liegen die aktuellen Modelle auf der Piste, saugen kleine Wellen und Unebenheiten förmlich auf. Der Kurvenansatz sitzt präzise, kein Rattern, kein Schlagen mit der Schaufel, und dann geht es hinein in den Radius. Die Kanten krallen in den harten Untergrund der bestens präparierten Piste, und der Ski zieht durch die lange Kurve, dass die Oberschenkel quellen, während der Fahrtwind unterm Helm rauscht.

Aber warum sind die Racecarver für viele Skifahrer immer noch das Maß der Dinge, warum verlieren sie nicht an Attraktivität?

Verbessertes Handling und erstklassige Ausrüstung

„Es ist einfach ein Genuss, wenn sich Kurve an Kurve reiht, und man am Ende des Hangs seine fein in die Piste gezirkelten Turns bewundern kann“, findet Peter Schmidl aus dem planetSNOW-Skitest-Team. „Die Racer liegen extrem satt im Schnee, schlucken dank ausgeklügelter Dämpfungssysteme selbst größere Unebenheiten in der Piste und bleiben auch im Highspeed-Bereich stets ruhig und stabil.“

Doch obwohl sich der technische Aufbau, die Materialien und auch die Geometrien der Racecarver an den Riesenslalommodellen der Weltcup-Fahrer orientieren, lassen sich die aktuellen Ski in dieser Kategorie überraschend harmonisch und vielseitig bewegen. Die aktuellen Racecarver Modelljahr 2017 sind deutlich einfacher zu fahren als die langen Latten älterer Generationen. Vorbei sind die Zeiten, in denen nur muskelbepackte Skiathleten mit perfekter Riesenslalomtechnik einen Racecarver bezwingen konnten – so der Tenor des Tests, den planetSNOW gemeinsam mit dem DSV aktiv Ski & Sportmagazin im Rahmen des DSV skiTEST in Obergurgl absolvierte.

Um den für Sie perfekten Super-Renner zu finden, sollten Sie die Testbeurteilungen zum jeweiligen Racecarver-Ski genau studieren, denn auch wenn die Radien relativ nah beieinander liegen und sich zwischen 16,5 und 19 m bewegen, sind die Unterschiede doch frappierend.

Die besten Racecarver 2017 im Test

Das liegt an den unterschiedlichen Interpretationsarten der aktuellen Racecarver-Modelle. Einige Hersteller bevorzugen die klassische, sehr sportliche und straff abgestimmte Ausrichtung der Ski, während andere Skiproduzenten mittels eines breitbandigeren Setups eine breitere Zielgruppe ansprechen wollen.

Besonders angetan waren die Tester von den 3 Racecarver-Modellen Atomic Redster Doubledeck 3.0 GS, Head WC Rebels I.Speed Pro und Nordica Dobermann GSR RB EVO, die aufgrund ihrer kompromisslosen Sportlichkeit und Fahrperformance mit dem planetSNOW-TIPP ausgezeichnet wurden. Nur geringfügig weniger aggressiv, dafür aber um einiges gutmütiger und somit vielfältiger einsetzbar, wussten der Rossignol Hero Master und der Völkl Code L zu überzeugen. Diese beiden 2017er Racecarver bekamen daher ebenso verdient den planetSNOW-TIPP verliehen.


Die Racecarver 2016/2017 im Test:

08.11.2016
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW