Der große Sportcarver-Test - Modelljahr 2017

Sportcarver-Test: Radikale Vielfalt


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planetSNOW-Sportcarver-Test 2016
Foto: Mickey Ross

 

11 Sportcarver für 2017 im Test
Foto: Hersteller

 

11 Sportcarver für 2017 im Test
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11 Sportcarver für 2017 im Test
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11 Sportcarver für 2017 im Test
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Egal ob sportlich rasant oder eher relaxed und elegant – mit den neuen Sportcarvern wird die Piste zum Vergnügungspark.
Zu den getesteten Produkten

Unter den Sportcarvern gibt es Modelle, die, ähnlich wie eine extrem scharfe Chili-Schote, vom ersten Schwung an „Achtung, jetzt komme ich!“ signalisieren. Es gibt sie aber auch in einer milderen Ausführung für genussvolle Carving-Tage auf der Piste. Sportcarver sind nicht für die totale Tempobolzerei prädestiniert, sondern überzeugen als sportliche Pisten-Allrounder mit einem sehr breiten Einsatzspektrum.

„Wenn man sich den Aufbau, die Geometrien und die Radien dieser Ski im Vergleich zu den Modellen der Allmountain- oder Genuss-Kategorie anschaut, dann sind die Sportcarver deutlich sportlicher angesiedelt“, erläutert Helge Kravatzky aus dem planetSNOW-Skitest-Team. Gleichzeitig sorgen Hightech-Materialien dafür, dass der Ski auch bei hohem Tempo stabil bleibt und sich präzise steuern lässt. Die Kombination aus sportlich aggressivem Innenleben und dem im Vergleich zu den Racecarvern – meist dezenteren Äußeren, macht die Ski zu wahrhaft vielfältigen Liebhaberstücken.

Dank der eingesetzten Technologien und Dämpfungssysteme verfügen die Sportcarver über eine hohe Breitbandigkeit, „die Fortgeschrittenen und Könnern variable Schwungformen auf der Piste, gerne auch mit etwas höherem Tempo, ermöglichen“, definiert Andreas König, einer der beiden Testleiter, die Zielgruppe und den Einsatzbereich der Sportcarver. „Radikale Kurven – ob kurz, mittel oder lang – machen aufgrund der sportlichen Ausrichtung der Ski Lust auf mehr. Durch die Bauweise und den Radius, der in den meisten Fällen zwischen dem der Race- und Slalomcarver liegt, und die vielfach breitere Skimitte vermitteln die Sportcarver selbst bei hohen Geschwindigkeiten ein hohes Maß an Sicherheit.

Gleichzeitig schaffen es die aktuellen Sportcarver aufgrund ihrer feinfühligen Abstimmung, sich an den Fahrer und die äußeren Gegebenheiten anzupassen. Die Ski sind meist etwas weicher vom Flexverhalten, mit etwas weniger Kraftaufwand zu fahren und werfen einen nicht so schnell aus der Kurve, wenn man nicht im ganzen Schwungradius optimal auf dem Ski steht. Neben der reinen Fahrperformance wird bei den Ski der Sportcarver-Kategorie allerdings auch Wert auf das entsprechende Image gelegt. Wer sich für solch einen Ski entscheidet, der möchte sich ein hochmodernes, hochwertiges und gut aussehendes Produkt unterschnallen.

Daher sind sie prädestiniert für all diejenigen, die es etwas gemütlicher angehen lassen, aber nicht auf das packende Kurvenfeeling der hoch sportlichen Racecarver verzichten möchten. Die Abstimmung der Ski in Bezug auf Geschmeidigkeit/Steifigkeit und Flex ist inzwischen so weit, dass damit auch einem relativ genussvollen Skitag nichts im Wege steht. Wenn man es allerdings drauf anlegt, wird man durch große Zuverlässigkeit und nahezu kompromisslose Führungsstärke belohnt.

Als besonders führungsstark und tempostabil haben sich in diesem Jahr der Blizzard RC CA und der Head Supershape Speed herauskristallisiert, die deshalb auch verdient mit dem planetSNOW-TIPP für ihre angenehme Sportlichkeit ausgezeichnet wurden. Nicht ganz so sportlich, dafür aber umso vielseitiger einsetzbar präsentierten sich der Atomic Redster Doubledeck 3.0 XT und der Völkl Racetiger RC. Aufgrund ihrer Variabilität und des breiten Einsatzspektrums wurden die beiden Modelle daher ebenfalls mit dem planetSNOW-TIPP prämiert.

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Performance: Was einen Sportcarver so beliebt macht

Es gibt aktuell wohl kaum einen Skityp, der ebenso performanceorientiert und gleichzeitig doch so vielseitig ist wie der Sportcarver. In dem sportlichen Pistenski vereinen sich die rennsportlichen Gene der Racecarver mit der Agilität und Spritzigkeit der Slalomcarver. In Kombination mit der meist etwas breiteren Skimitte – jenseits der 70 mm – sind die Ski wahre Multitalente bei unterschiedlichsten Pistenbedingungen und Schneearten. Zur richtigen Längenwahl: Sportliche Männer fahren Sportcarver meist in Länge n von 170 bis 180 cm. Für Frauen hat sich eine Basislänge von 165 cm etabliert. Präparation: Wie bei allen Carving-Ski kommt auch bei den Sportcarvern der Kante eine sehr wichtige Rolle zu. Bringen Sie daher Ihre Ski regelmäßig zum Service und lasse n die Kanten schleifen. Bewährt hat sich ein Schleifwinkel von 88 Grad.

Sind Sie ein Sportcarver-Typ?

Machen Sie den Typen-Check: Hier erfahren Sie, ob ein vielseitiger Sportcarver genau zu Ihnen passt.

Prorider
Sie sind der geborene Rennfahrer und carven auf der Piste, was das Zeug hält. Ihr Fahrkönnen liegt auf hohem Niveau. Am liebsten geben Sie am Morgen Gas, wenn die Pisten noch hart sind. Sie benötigen daher einen sportlichen Sportcarver, der eine hohe Prozentwertung in der Race-Class besitzt.

Sportfahrer
Sie sind technisch versiert und meistern locker jede schwere Piste. Ihr Sportcarver sollte daher sportliche Gene aufweisen, aber auch mit Fahrkomfort glänzen. Top-Werte in der Sportfahrer-Wertung helfen Ihnen bei der Orientierung auf der Suche nach Ihrem ganz persönlichen Traumski.

Genießer
Sie stehen sicher auf dem Ski. Komfort und Fahrspaß sind Ihnen jedoch wichtiger als reines Tempo. Ihr Traumski im Sportcarver-Segment ist vielseitig und kraftsparend und hat in der Genießer-Klasse eine hohe Prozentwertung. Als Alternative bietet sich aber auch ein Ski aus der Allmountain-Klasse an.


25.11.2016
Autor: Florian Schmidt
© planetSNOW