Test: 8 Skihelme der Skisaison 2013/2014

Kopfschutz: 8 Top-Skihelme für mehr Sicherheit

Die Auswahl an Helmen ist heutzutage gewaltig. Umso sicherer kann man sein, den passenden Kopfschutz zu finden. Aber worauf sollte man achten? Und was ist EN 1077 A – eine Autonummer? planetSNOW verrät, worauf es beim Helmkauf ankommt.

Anprobe: Einen neuen Helm sollte man unbedingt im Laden kaufen, um die Passform auch ausgiebig testen zu können. Wichtig ist: Zur Anprobe Zeit mitbringen, denn erst nach 10 Minuten spürt man, ob ein Skihelm richtig passt und keine Druckstellen verursacht. Idealerweise darf er dabei auch bei offenem Kinnriemen nicht nach vorne oder zur Seite wackeln. Lassen Sie sich vom Verkäufer alle Einstellungsmöglichkeiten erklären. Weitere wichtige Kaufkriterien sind geringes Gewicht und ein „aktives“, also verstellbares Belüftungssystem. Ohrenpolster und Innenfutter sollten herausnehm- und waschbar sein. Zum Helmkauf sollte man gleich die eigene Skibrille mitnehmen, um zu testen, ob sie mit dem neuen Helm harmoniert. Im Idealfall schließt die Oberkante der Brille mit der Helmunterkante ab, ohne dass die Goggle auf die Nase drückt.

Bauweise: Auf dem Markt sind drei Konstruktionen etabliert: Inmould-, Hardshell- und Hybrid-Helme. Die Inmould-Modelle bestehen aus einer dünnen, harten Außenschale, in die EPS-Hartschaum eingearbeitet wird. Durch die großflächige Verbindung bekommt die Außenschale viel Stabilität bei geringem Gewicht. Die härteren, aber auch schwereren Hardshell-Helme sind aus einer schlagfesten ABS-Außenschale und einer EPS-Innenschale gefertigt. Die neueren Hybrid-Konstruktionen mischen beide Bauweisen: Meist wird die Oberschale im Hardshell-Verfahren aus ABS oder Karbon gefertigt und sorgt für höchste Widerstandsfähigkeit. Die leichte Unterkopfschale in Inmould-Bauweise schützt den Hinterkopf.

Lebensdauer: Nach einem schweren Aufprall sollte man grundsätzlich einen neuen Helm kaufen – selbst wenn er äußerlich unbeschädigt wirkt, kann die Dämpfungseigenschaft beeinträchtigt sein. Wegen der Materialermüdung liegt die Lebensdauer eines Skihelms bei 5 Jahren; dann sollte er ausgetauscht werden. Zertifizierung Jeder in Europa verkaufte Skihelm muss die Norm EN 1077 erfüllen. Sie unterscheidet zwischen den Klassen A und B. Helme der Klasse A sind „Hochleistungs-Schutzhelme für Skifahrer und Snowboarder“; ihre Schale umschließt auch die Ohren. Bei Helmen der Klasse B sind die Anforderungen weniger einschränkend, weshalb mehr Spielräume in Sachen Tragekomfort und Belüftung gegeben sind.

03.11.2013
Autor: planetSNOW
© planetSNOW
Ausgabe 02/2013