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Skiurlaub im Reisemobil: Schöner wohnen für Nichtbucher
Wer im Skiurlaub flexibel auf Wetter und Schnee reagieren will, sollte das Hotel mit dem Reisemobil tauschen. planetSNOW hat Kai Feyerabend, Redakteur der Fachzeitschrift promobil, gefragt, worauf Campingnovizen beim Winterurlaub im Leihmobil achten sollten.

- Frühstücksfernsehen inklusive - beim Komfort müssen mobil kaum Abstriche gemacht werden.
Foto: Michael Neumann
Welcher Reisemobiltyp ist der Beste fürs Camping bei Minusgraden?
Generell eignen sich Reisemobile mit Aufbauten wie Alkoven, Integrierte oder Teilintegrierte aufgrund der meist deutlich besseren Isolierung eher fürs Wintercamping als Campingbusse. Fachmännisch isolierte Kastenwagen mit entsprechend starker Standheizung punkten jedoch bei Wochenend-Kurztrips. Ein verlockender Gedanke: Freitagnacht auf die Autobahn und morgens vorm gerade anlaufenden Lift aufwachen.
Ski aufs Dach oder in den wohnraum?
Wenn möglich, transportiert man Ski am besten im Reisemobil. Entweder in der bis zu zwei Meter breiten Heckgarage oder bei Fahrzeugen mit sogenanntem Doppelboden in diesem Bereich. Ein Dachträger mit Skibox geht natürlich auch, doch wandelt man dort bei Eis und Schnee in gefährlichen Höhen.
Kann ich WC und Dusche auch bei minus 20 Grad bedenkenlos benutzen?
Klar, WC und Dusche funktionieren auch bei tiefen Temperaturen, vorausgesetzt, das Reisemobil ist gut und durchgehend beheizt. Wichtig ist in dem Fall auch ein isolierter und beheizter Abwassertank, damit das Wasser dort nicht gefriert. In einem solchen Fall können Tanks nicht mehr geleert werden und sogar platzen. Die Toiletten-Cassette befindet sich in der Regel im beheizten Bereich.
Die meisten Reisemobile haben 2 x 11 kg Gas an Bord. Wie lange kann ich damit heizen?
Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Bei extremen Minusgraden und einem größeren Fahrzeug kann solch eine Flasche schon mal nach zwei, drei Tagen verbraucht sein. Wohl dem, der dann eine Umschaltautomatik an Bord hat, so dass man nicht um drei Uhr nachts raus muss, um die Flasche zu wechseln. Oder – schlimmer noch – den Ausfall der Heizung verpennt und sich morgens über geplatzte Wasserleitungen ärgern muss.
Unterwegs mit dem Reisemobil
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Komme ich mit einem Reisemobil bei schneeglatter Fahrbahn jeden Berg hoch?
Nicht ohne weiteres. Größtes Problem der gängigen Modelle ist ihre Hecklastigkeit in Verbindung mit Frontantrieb. Wer kann, wählt auf alle Fälle eines mit Heckantrieb. Mit guten Winterreifen und Schneeketten in Reserve kommt man aber mit jedem Mobil in 99 % aller Fälle den Berg hoch.
Was tun, wenn in der angesteuerten Region kein Campingplatz offen hat?
Auch Kurzentschlossene sollten sich vorab über geöffnete Campingplätze informieren. In beliebten Ski-Regionen ist eine Reservierung auf dem Campingplatz sehr zu empfehlen, damit aus Urlaubslust nicht Urlaubsfrust wird. Dort stehen meist auch entsprechende Trockenräume für die Ausrüstung zur Verfügung. Alternativ zum klassischen Campingplatz gibt es auch spezielle Stellplätze. Diese sind unterschiedlich ausgestattet. Eine gute Hilfe bei der Suche bieten die promobil Stellplatz-Atlanten. Auf vielen Liftparkplätzen werden Reisemobile ebenfalls für eine Übernachtung toleriert.
Welche Profi-Tipps hat ein Promobil-Redakteur für PlanetSNOW-Reisemobilnovizen parat?
Gerade beim Wintercamping ist regelmäßiges Lüften und ordentliches Heizen notwendig, um die Feuchtigkeit aus dem Mobil zu bringen. Ein großer Eimer unter dem permanent geöffneten Abwassertank verhindert, dass das Ventil einfriert. Dann aber daran denken, diesen rechtzeitig zu entleeren. Wer als Neuling unsicher ist, fragt einfach den Stellplatz-Nachbarn, der meist gerne weiterhilft. Gut vorbereitet ist Wintercamping mit dem Reisemobil ein tolles Erlebnis.
Wie steht es um den Versicherungsschutz bei Mietmobilen? Gibt es da Unterschiede bei den Anbietern?
Generell muss man sich die Bedingungen der einzelnen Vermieter genau durchlesen. Im Zweifelsfall hilft ein Anruf weiter, ob es irgendwelche Einschränkungen beim Wintercamping gibt. Manche Anbieter bieten gegen Aufpreis eine niedrigere Selbstbeteiligung und auch Schneeketten gibt es meist leihweise beim Vermieter.
Klingt gut. Wo kann ich nun mein Reisemobil mieten?
Ich empfehle die großen vier: www.hymer-rent.de, www.mcrent.de, www.adac.de/wohnmobile und www.drm.de.
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29.01.2010
© planetSNOW Ausgabe 01/2010
Autor: Stephan Glocker


