DSV aktiv

Safety Special: Sicherheit beim Skifahren

Sicher auf der Piste mit Helm, Skibrille und Rückenprotektor

Sicherheit, Skihelm, Skibrille, Rückenprotektor
Foto: Alpina
Helm, Skibrille und Rückenprotektor sind Kopfstütze, Windschutzscheibe und Knautschzone des Skiläufers. Im Safety Special präsentiert DSV aktiv die neuesten Produkt-Highlights zum Schutz von Kopf, Augen und Rücken.

Autos verfügen heutzutage über eine Vielzahl an Sicherheitsvorkehrungen – vom Airbag über Sicherheitsgurte bis zum Seitenaufprallschutz. Das wichtigste Bollwerk für den Autofahrer ist dabei jedoch der Wagen selbst. Eine entsprechende Blechhülle fehlt dem Skiläufer auf der Piste, obwohl er dort teilweise mit Geschwindigkeiten unterwegs ist wie ein Auto innerorts. Mit Helm, Skibrille und Rückenprotektor haben sich jedoch auch im Schnee drei Sicherheitseinrichtungen etabliert, die dabei helfen, etwaige Unfallfolgen abzumildern.

Auf den Skipisten wird Sicherheit inzwischen großgeschrieben. Vor allem die Skibrillen- und Helmtragequoten sind heute konstant hoch. Auch Rückenprotektoren setzen sich immer mehr durch. Die meisten Skifahrer haben eingesehen, dass moderne Helme ihren Kopf ohne großen Komfortverlust gut schützen können. So meldet denn auch die Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) in ihrem zusammen mit der Stiftung Sicherheit im Skisport (SiS) herausgegebenen Jahresreport „Unfälle und Verletzungen im alpinen Skisport“ für die Saison 2011/12 einen leichten Rückgang der Kopfverletzungen. Sie nahmen um ein Prozent auf 8,7 Prozent aller Verletzungen ab. „Die hohe Helmtragequote hat zum Rückgang der Kopfverletzungen beigetragen“, urteilte Andreas König, DSV-Sicherheitsexperte.

Die Skifahrer wissen seit Jahren, dass ein Kopfschutz das Gehirn vor schweren Verletzungen bewahren kann. Um sie zum Kauf eines neuen Helms zu bewegen, setzen die Hersteller auf noch höheren Komfort und Funktion. So präsentiert Alpina mit dem Cheos einen Helm, der dank Hybrid-Bauweise das Beste aus zwei Welten vereint: Im oberen Teil behütet eine robuste Hardshell den Kopf, im unteren Bereich eine leichte Inmould-Konstruktion.

Auch für das Tragen von Skibrillen gibt es viele gute Gründe. Sie schützen die Augen vor UV-Strahlen, Schneeflocken und Wind sowie spitzen Gegenständen wie Zweigen oder Skistöcken. Bei den meisten hochwertigen Skibrillen sind heute ein großes Sichtfeld, Doppelscheiben mit Antibeschlagsbeschichtung und Belüftungssystem Standard. Für das Problem des Wetterwechsels offerieren die Hersteller dabei verschiedene Lösungen, denn sobald die Sonne hinter den Wolken hervorkommt, kann eine zuvor optimale Scheibenfarbe plötzlich zu hell sein. Wer sich jetzt nicht mit einer zweiten, mitgeführten Skibrille mit dunklerem Glas behilft, kann beispielsweise zu Wechselsystemen (Adidas Eyewear) oder fotochromen Scheiben (Scott) greifen.

Dritte im Bunde der Sicherheitseinrichtungen sind die Rückenprotektoren. Für sie liefert insbesondere eine aktuelle Zahl der ASU gute Argumente: Während die Anzahl der Skiunfälle seit Jahren kontinuierlich zurückgeht, hat sich der Anteil der Kollisionsunfälle in der letzten Saison erhöht. Jede siebte Verletzung wird durch eine Kollision (mit)verursacht. Diese Zahl ist die höchste seit Beginn der ASU-Statistik. „Gerade bei Kollisionen mit anderen Skifahrern und anschließenden Stürzen kann ein Protektor die empfindliche Wirbelsäule gut schützen“, kommentiert dies David Schulz, Leiter der Auswertungsstelle für Sportunfälle der ARAG Versicherung.

Wichtig ist dabei, dass der Rückenschutz sich beim Tragen möglichst wenig bemerkbar macht. Eine gute Belüftung und perfekte Passform sind daher schlagende Kaufkriterien. Dazu hat sich Uvex jetzt den „Y-Frame“ einfallen lassen, mit dem man Sitz und Höhe des Protektors unkompliziert an den Körper anpassen kann. Mit 34,5 Prozent am verletzungsanfälligsten ist laut ASU übrigens das Knie. Dafür gibt es noch keinen Schutz – außer, dass man sich schon vor dem Skifahren mit Skigymnastik sowie Kraft- und Ausdauertraining gut auf die Saison vorbereitet, denn eine gute Fitness hilft dabei, Unfälle zu vermeiden.


25.02.2013
© planetSNOW