Südtirol: Der perfekte Ski-Tag in Gröden

Ski total rund um die Sella

Gröden Südtirol Sella Sellaronda
Foto: TVB Gröden

Skigebiet rund um die Sella für einen perfekten Ski-Tag.

Im Grödner Tal erstrahlen die felsigen Dolomiten in ihrer ganzen Schönheit, die hervorragende Südtiroler Küche wird zelebriert, die abwechslungsreichen Pisten sind perfekt präpariert und sonnenverwöhnt. Im Skigebiet kommen alle Skifahrer - vom Genießer bis zum Pistencrack - voll auf ihre Kosten: Es gibt flache und steile Pisten, einfache und extreme Abfahrten. Modernste Aufstiegsanlagen und romantischem Hüttenzauber. Und wer will, kann von Wolkenstein aus in den Dolomiti Superski-Verbund starten – das größte Skikarussel der Welt.

Der Südtiroler Reter Runggaldier, 44, ist ein ehemaliger Profi-Skirennfahrer, der in den 90er-Jahren bei der Abfahrt und im Super-G zu den besten Skirennfahrern der Welt gehörte. Er gewann im Laufe seiner Karriere zwei Weltcup-Rennen im Super-G und belegte mehr als zehn Podestplätze: Unter anderem auf den bekannten Abfahrtsstrecken in Kitzbühel (Streif), St. Anton, Wengen (Lauberhorn) und Garmisch-Partenkirchen (Kandahar). Seine größten Erfolge waren eine Silbermedaille in der Abfahrt bei der Ski-WM 1991 in Saalbach-Hinterglemm (hinter Franz Heinzer) und der 1. Rang im Super-G-Weltcup der Saison 1994/95. Im März 2000 trat Runggaldier vom Profi-Sport zurück. Heute arbeitet er als Skilehrer, Guide und Coach im Skileistungszentrum „Peter Runggaldier“ in Gröden.

8 Uhr
Wer nach Gröden kommt, sollte den Tag entspannt beginnen: Am besten hält man gleich am Nives Platz im Zentrum von Wolkenstein. Dort gibt es eine nette Bar mit gutem Cappuccino, das „Des Alpes“ – ein idealer Ort, um einen Südtiroler Skitag zu beginnen. Wer noch ein Stück weiter ins Tal reinfahren möchte, findet in Plan de Gralba (1800 m), etwa 3 km oberhalb von Wolkenstein, im Restaurant Bar Pudra einen schönen Ort mit tollem Panorama für einen Cappuccino.

9 Uhr
Ich starte am liebsten von Wolkenstein aus in das Skigebiet um den Piz Sella – da ist man gleich mittendrin. Die Auffahrt mit der Ciampinoi-Gondel ist schnell und bequem. Ich fahre gerne zum „Aufwärmen“ die Piste „Ciampinoi“. Das ist die Einfahrpiste beim Weltcup hier in Gröden. Sie ist sehr steil, hat 750 Höhenmeter und ist morgens noch sehr wenig befahren.

10 Uhr
Dann ist es natürlich ein Muss, die berühmte Saslong, die Weltcup-Abfahrt der Herren, zu fahren. Sie startet am gleichen Punkt wie die Ciampinoi und macht mit ihren berüchtigten Kamelbuckeln und den Ciaslat-Wiesen vor allem Könnern sehr viel Spaß. Sie geht aber auch ordentlich in die Beine, schließlich gilt es nicht nur die Kamelbuckel zu bewältigen, sondern satte 800 Höhenmeter!

11 Uhr
Nach diesen beiden herausfordernden Abfahrten gehe ich normalerweise ein paar Schritte, um die Beine zu lockern und nehme den neuen, unterirdischen Zug, den „Val Gardena Ronda Express“, der im Zielgelände der Saslong startet. Der Zug führt auf die andere Seite des Tals zu den Liften am Col Reiser und Seceda, wo man einige sehr nette Hütten, wie zum Beispiel die Cuca- oder die Daniel-Hütte, zum Einkehren findet. Hier oben, auf den meist sonnendurchfluteten, weitläufigen Almwiesen unterhalb des 2518 m hohen Seceda, ist es landschaftlich am allerschönsten.

 

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Foto: Baumgartner Weltcup-Abfahrt und sanfte Pisten: Gröden in Südtirol ist ein Highlight für Skifahrer.

12 Uhr

Vom Seceda aus kann man die 6,5 km lange Strecke (1033 Höhenmeter) abfahren, an der die „Gardenissima“, der längste Riesentorlauf der Welt, ausgetragen wird. Die Gardenissima hat sich mittlerweile zu einem Highlight des Grödner Winters und einem tollen Skifest entwickelt. Das diesjährige Rennen, bei dem sich Skifahrer jeden Alters und jeder Fähigkeit mit den großen Athleten messen können, findet am 6. April 2013 statt. Ein großer Spaß!

13 Uhr
Nach der Abfahrt hat man sicher Hunger. Wer richtig gut zu Mittag essen will, sollte zur Comici Hütte fahren, meinem absoluten Lieblingsplatz fürs Mittagessen. Um dort hinzukommen, muss man noch eine Gondel- und eine Sesselliftfahrt auf den Ciampinoi überstehen, etwa 2 Kilometer nach Plan de Gralba abfahren und die große Gondel (100 Personen) zum Piz Sella nehmen. Von der Bergstation sind es nur noch 300 m Skipiste bis zum „Rifugio Emilio Comici“.

14 Uhr
Bei Neuschnee habe ich am Piz Sella immer sehr viel Spaß abseits der Pisten. Hier kann man auf wenig lawinengefährlichen Hängen wunderbar im Tiefschnee fahren.

15 Uhr
Wer lieber ein paar entspannte Runden auf der Piste dreht, findet zwischen Piz Sella und Piz Setëur zahlreiche blaue und rote Pisten zum Genießen. Auch die Abfahrt zurück nach Wolkenstein ist nicht schwierig – so kommt man nach einem wunderschönen Skitag gesund und zufrieden nach Hause.

18 Uhr
Wer noch Lust auf Après-Ski hat, findet in Wolkenstein mehrere empfehlenswerte Lokale mit Live-Musik – zum Beispiel das La Stua oder den Luiselkeller.

20 Uhr
Zum Abendessen geht es dann weiter ins La Bula oder ins Stübele, die beide ebenfalls im Zentrum von Wolkenstein liegen und eine große Auswahl an Pizzen und Südtiroler Spezialitäten bieten. Oder man fährt in das 4-Sterne Restaurant Chalet Gérard, das an der Straße Richtung Grödner-Joch, 6 km oberhalb des Ortes, liegt.

Autor: Peter Runggaldier
© planetSNOW
Ausgabe 03/2012