Perfect Day V

Perfect Day - Ein Tag in Warth-Schröcken

Ein Skigebiet in allen Facetten kennenzulernen, dauert Wochen, Monate oder auch Jahre. Wesentlich schneller geht das auf den Spuren eines echten Locals. Alois Bickel verrät, wie man in Warth am Arlberg einen perfekten Tag erlebt.

 

Perfect Day: Warth-Schröcken
Alois »Luis« Bickel

Der 25-jährige Freeski­profi fährt seit seinen Kindertagen in »seinem« Skigebiet Warth. Inzwischen studiert er Sportmanagement in Innsbruck und reist für Fotoshootings, Videodrehs und Wettbewerbe (Zweiter beim Red Bull Hike and Ride 2006) in der Welt herum. Dennoch stehen die Chancen, Luis Bickel an einem »Perfect Day« in Warth zu treffen, gar nicht schlecht.

1. Frühstart: Wer in Hochkrumbach parkt und den Jägeralp-Express nimmt, kommt ohne Umsteigen ganz nach oben. Dort sollte man umgehend die frisch präparierte rote Piste 23 kapern: 4,5 km einsames Carven bis hinunter ins Tal. Besser kann der Tag nicht beginnen.

2. Von rot nach schwarz: Nach dem Warmfahren geht‘s auf der Piste Nr. 21 direkt neben dem Steffisalp-Express schon recht sportlich, kurz und knackig zur Sache. Kritisch­e Zuschauer­blicke aus dem Lift sind garantiert.

3. Piste Nummer 1: Ein echtes Schmankerl – und nicht zufällig die »Nummer 1«. Die schwarze Abfahrt direkt neben dem Saloberjet erfordert Können und Ausdauer. Das Gefälle ist vom Start bis ins Ziel gleichbleibend steil, verschnauft wird erst wieder an der Talstation.

4. Abhängen im Park: Die Twin Tip-Fraktion trifft sich im Funpark neben dem Saloberjet. Die Single Tip-Fraktion darf gerne zuschauen. Schöner Pausenplatz.

 

Perfect Day: Warth-Schröcken
Die Karte im Groß-Format gibt es zum downloaden weiter unten.

5. Ins Gelände: Passen die Verhältnisse, sollte man sich die Freeride-Varianten zwischen Jägeralp-Express und Saloberjet nicht entgehen lassen. Orientierung bieten die Schilder der Skiroute 6.

6. Erste Wahl bei Neuschnee: Direkt neben dem Steffis­alp-Express warten nach den ersehnten Niederschlägen perfekte Powder­hänge. Bitte nur in der Gruppe und mit kompletter Sicherheitsausrüstung fahren.

7. Mahlzeit: Die Punschhütte direkt neben der Wartherhornseilbahn ist von der Bergstation der Steffis­alpbahn in einer Minute zu erreichen. Die Terasse ist genial, die Küche gut – und nach der Pause ist man sofort wieder mitten im Geschehen.

8 After Work: Der »Sundowner« nach der letzten Abfahrt schmeckt sehr gut im »Best Of« (Talstation der Steffisalpbahn). Tipp für spätere Ausflüge: die »Kellerbar« im Gasthaus Tirolerhof (Ortszentrum). Zwei Läden mit extrem hohem Kultfaktor!

Noch 3 Gründe für Warth

Schnee satt: Warth profitiert von den typischen Staulagen am Arlberg: 13 Meter Schnee fallen jeden Winter (im Zehnjahresmittel).

Familiäre Atmosphäre: Warth-Schröcken grenzt zwar an die riesige Arlberg-Arena (Lech, Zürs, etc.), jedoch nur geographisch. Die Verbindungsstraße ist im Winter gesperrt, was Warth eine ganz besondere »Exklusivität« beschert.

Infrastruktur: 66 km Pisten, 15 meist hochmoderne Lifte. Tagesticket: 35 € (Hochsaison ohne Ermäßigung). Mehr: www.snowworld.at.

03.02.2010
© planetSNOW
Ausgabe 01/2008