München ganz im Zeichen des Sports.

ISPO Munich: Volle Hallen und viel Prominenz.


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Pep Guardiola_FC Bayern Trainer bei Firma Gore
Foto: Messe München_ISPO Munich 2016

 

Alpina Goggles bei der Anprobe.
Foto: Susa Schreiner

 

Black Diamond Helio Series
Foto: Susa Schreiner

 

ARVA Reactor Lawinenrucksack Bene Noeth Arnold Sports
Foto: Susa Schreiner

 

Bergans Tine Zelass
Foto: Susa Schreiner
Vom 24. bis 27. Januar drehte sich in München wieder alles um den Sport. Die planetSNOW-Mitarbeiterin hat sich unters Sportvolk gemischt, Pep Guardiola links liegen gelassen und dafür Freeride-Superstar Aurelien Ducroz vor die Linse gebeten.

Die weltgrößte Fachmesse für Sportartikel und Sportmode lockte 80.000 Besucher aus 120 Länder, darunter viele internationale Sport-Stars an. Von den Ski-Assen Anna Fenninger und Ted Ligety, über Bike-Trial-Legende Danny MacAskill, zur 8000er-Frau Gerlinde Kaltenbrunner bis hin zur Fußball-High-Society mit Pep Guardiola, Philipp Lahm. Sogar einige Manchester-United-Stars tummelten sich auf dem Münchner Messegelände.

 

Anna Fenniger Reusch ISPO Munich 2016
Foto: Messe München_ISPO Munich 2016 Anna Fenninger im Interview.

2645 Aussteller aus aller Welt ...

… immerhin 48 davon besucht. Das mag jetzt nach nicht viel klingen, aber wenn man bedenkt, dass die Messe „nur“ zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet hat, und man im Schnitt pro Termin 30 Minuten einrechnet, ist es doch eine Menge, finde ich zumindest. Rein sportlich betrachtet ist die ISPO auch nicht ohne: 16 Hallen/180.000 Quadratmeter Fläche, verbunden mit einem suboptimalem Terminmanagement (Von A6 zu A2, wieder zurück in Halle A6 um dann festzustellen, dass mein Anschlusstermin in der A2 war um von hier in die B5 zu sprinten – und das alles zwischen 16 und 17.30 Uhr – unsportlich sollte man nicht sein ...

 

Black Diamond Helio Series
Foto: Susa Schreiner

Neue Details, Verbesserungen für Komfort und Sicherheit

Die Stimmung war, trotz frühlingshaften 12 Grad Außentemperatur im Januar, gut, die Zukunftsperspektiven ebenfalls. „Für den Wintersport gibt es keine Alternative“, titelte die saz-sport am 2. Messetag dann auch. Intelligente Weiterentwicklungen, innovative Neuheiten. Die bunte Produktvielfalt für Sportbegeisterte stimmt zuversichtlich. Zuversichtlich was die klimatischen Herausforderungen und den strukturellen Wandel angeht, aber auch dass die Marschrichtung ganz klar definiert ist: Möglichst eine breite Masse für Sport zu begeistern und dauerhaft zu binden – In- und Outdoors. Stichworte: Health, Fitness, Care, Bergerlebnisse, Gruppendynamik,
Stark machen für den Alltag und gegen Krankheiten. Raus aus einer isolierten Welt, rein in die Fitness-Gruppe: Wochentags locken gemeinsame Joggingrunden vor die Tür, am Wochenende werden Ausflüge in die Berge unternommen. Die Verabredungen laufen digital über Apps und online-Communities, die häufig von den Herstellern selbst ins Leben gerufen werden.
Die ganz großen technischen Innovationen wird es für kommenden Winter nicht geben, dafür aber viele Verbesserungen und Detaillösungen die beim Ski fahren, Freeriden und Tourengehen für noch mehr Komfort und Sicherheit sorgen.

 

Shred Kirsten Brodersen Susa Schreiner
Foto: Susa Schreiner Federico Merle CFO von Shred hat Kirsten Brodersen (Motor Presse Stuttgart) und Susa Schreiner die coolsten Goggles verpasst ...

Öko? Logisch - Refuse, Reduce, Reuse, Recycle & Rot

refuse – ablehnen; reduce – reduzieren; reuse – wiederverwenden; recycle and rot – kompostieren. Große Marken wie beispielsweise Toray reagieren. Bei „Ecodear“, einem teilweise pflanzlichen Polyester wird der Mineralölkonsum reduziert, Bioabfall recycelt (der bei der Zuckergewinnung ganz natürlich entsteht und nicht extra dafür angebaut werden muss – Stichwort: No Food!). Toray steckt in vielen Funktionsbekleidungsmarken, die Japaner haben sich zum Ziel gesetzt, dass ihre Materialien künftig zu 100 % auf Pflanzenbasis produziert werden.
Ökologische Aspekte treten immer mehr in den Vordergrund, die Selbstverpflichtungen der Hersteller nehmen zu. Faire Bezahlungen und Transparenz sind gefragt. Naturmaterialien, recycelte Daunen, recyceltes Plastik – weg von der Chemie. Keine neuen Themen, aber erfreulich ist es schon, dieser anhaltende Trend.

 

Kleen Kanteen
Foto: Kleen Kanteen Wiederverwendbare Coffe-Mugs haben ihr „Öko-/Müsli-Image“ abgelegt und kommen stylisch daher – so dass es Freude macht mit seinem Becher den Coffe-to-go (beispielsweise für den Weg in die Berge) einfüllen zu lassen.

Vorfreude auf den nächsten Winter

Wir können uns auf die Wintersaison 2016/17 freuen: Die Outfits sind (nach wie vor) sehr farbenfroh (wenn auch etwas gedeckter, als in den vergangenen Jahren), intelligent und hochfunktional. Die Ski, je nach Fahrertyp gutmütig oder aggressiv, für Aufsteiger leicht und für Offpiste-Fans mit viel Auftrieb. Die Sicherheitsausrüstung wie LVS und Lawinen-Airbag werden immer anwenderfreundlicher und leichter bedienbar, die Konkurrenz überflügelt sich hier gegenseitig mit neuen Innovationen – zur Freude von uns Endverbrauchern. Auch der korrekte Einsatz ist den Herstellern wichtig – Akademien, kostenlose LVS-Trainings, online-Lernplattformen, das Angebot ist groß.

 

Aurelien Ducroz Freeride World Champion Helly Hansen
Foto: Susa Schreiner

Helly Hansen Ambassador und Freeride-Ass Aurelien Ducroz hat die Autorin stumm aber strahlend gemacht

Ach ja, zu den Sport-Promis … Einen habe ich ja auch getroffen: Den 2-maligen Freeride Weltmeister Aurelien Ducroz. Ich war so nervös, dass ich außer „Hi“, „Picture“ und „Please“ nicht wirklich etwas Zusammenhängendes herausbekommen habe … Egal, das Bild habe ich. Und Pep ist eh bald weg aus München …

28.01.2016
Autor: Redaktion planetSNOW/Susa Schreiner
© planetSNOW