Swatch Freeride World Tour 2016 Alaska: Sieg für Eva Walkner, Flo Orley holt Platz drei!

Eva Walkner gewinnt Freeride World Tourstopp Haines Alaska
Foto: freerideworldtour.com/DDaher
Eva Walkner (AUT) und Logan Pehota (CAN) siegen bei den Skifahrern, Anne-Flore Marxer (SUI/FRA) und Ryland Bell (USA) bei den Snowboardern.

Steile Rinnen, spektakuläre Cliffdrops und weite Powder-Felder: Der vierte Stopp der Freeride World Tour 2016 in Haines (USA) war das erhoffte Highlight. Im Freeride-Mekka Alaska siegten Eva Walkner (AUT) und Logan Pehota (CAN) bei den Skifahrern sowie Anne-Flore Marxer (SUI/FRA) und Ryland Bell (USA) bei den Snowboardern. Snowboard-„Gorilla“ Flo Orley (AUT) belegte Platz drei. Die Freeskier Fabio Studer (AUT) und Stefan Häusl (AUT) holten die Plätze vier und acht; Felix Wiemers (GER) wurde Fünfter.

 

Eva Walkner Haines Alaska Freeride World Tour 2016
Foto: freerideworldtour.com/DDaher Mit ihrer bewährten Mischung aus aggressiven Turns und hohen Sprüngen unterwegs zum Sieg: Eva Walkner.

Ski Damen: Walkner souverän

Die amtierende Weltmeisterin Eva Walkner aus Salzburg (AUT) ist ihrer Titelverteidigung einen großen Schritt näher gekommen: Mit ihrer bewährten Mischung aus aggressiven Turns und hohen Sprüngen holte sie heute 83,33 Punkte und damit souverän den Sieg in Haines. Platz zwei mit 71,33 Punkten ging an Matilda Rapaport (SWE), die technisch schwierige Abschnitte sowie einen eindrucksvollen Air meisterte. Dritte wurde die Siegerin von Fieberbrunn, Arianna Tricomi (ITA). Sie zeigte einige der höchsten Cliffdrops der Skifahrerinnen, landete aber bei einem Sprung in Rücklage und erhielt daher Punktabzug.
Eva Walkner (AUT) berichtete: „Ich war brutal nervös heute, weil ich mir eine schwierige Linie mit einem recht großen Cliff vorgenommen hatte. Aber es ist alles gut gegangen, ich habe alles gelandet und bin schnell gefahren, es war ein super Run. Ich habe viel Spaß im unverspurten Powder gehabt, es war megageiler Schnee!“
Walkner liegt in der Gesamtwertung nun deutlich in Führung vor Arianna Tricomi (ITA) und Matilda Rapaport (SWE). Sie muss jedoch in Verbier noch einmal punkten, um sich den Titel zu sichern. Nadine Wallner aus Klösterle am Arlberg (AUT) verzichtete wegen Filmaufnahmen auf die Reise nach Alaska, ist aber dank ihrer vorherigen Resultate als Fünfte der Gesamtwertung für Verbier qualifiziert.

 

Swatch Freeride World Tour Pehota siegt in Haines Alaska
Foto: freerideworldtour.com/DDaher Siegt in Haines: Logan Pehota (CAN). Platz zwei mit 88 Punkten ging an Loïc Collomb-Patton (FRA), Drew Tabke (USA)wurde Dritter.

Ski Herren: Studer jetzt auf Platz drei der Gesamtwertung

Logan Pehota (CAN) fährt seine erste Saison auf der FWT, aber der 21-Jährige hat mit seiner Mischung aus Freestyle-Innovationen und klassischem Highspeed-Riding bereits mehrfach auf sich aufmerksam gemacht. In Andorra war er Vierter, in Chamonix Zweiter – in Haines gelang ihm dank eines stylishen 360 und technisch anspruchsvoller Passagen mit 90 Punkten der erste Sieg. Platz zwei mit 88 Punkten ging an Loïc Collomb-Patton (FRA), den Sieger von Chamonix und Zweiten von Fieberbrunn.
Fabio Studer aus Koblach (AUT), Dritter in Chamonix, belegte in Haines mit 85,33 Punkten Platz vier. Er zeigte oben zwei Double Cliffdrops und unten einen Cork 360 sowie einen weiteren Sprung. „Ich bin zwar immer noch kein Fan vom vierten Platz, aber wenigstens bin ich wieder Dritter im Overall-Ranking“, freute sich der Vorarlberger.
Felix Wiemers aus Biedenkopf (GER), zuletzt Dritter in Fieberbrunn, bestätigte seine gute Form mit Platz fünf. „Es ist cool gelaufen, ich habe oben an einem Felsen einen Backflip gestanden, an dem sonst keiner einen gemacht hat“, erläuterte Wiemers seinen Run. „Ich war dann allerdings sehr schnell und habe statt des geplanten doppelten Cliffdrops lieber nur einen Sprung gemacht. Unten bin ich dann noch einen weiten Flat 360 an einer Windlip gesprungen. Ich bin Fünfter geworden, damit bin ich happy. Jetzt will ich in Verbier meinen Top-Ten-Platz halten!“
Stefan Häusl aus Strengen (AUT), diese Saison bislang immer in den Top Ten, ließ diese eindrucksvolle Serie auch in Haines nicht reißen und holte Platz acht: „Ich hatte einen super oberen Teil, aber leider konnte ich mein letztes Cliff nicht springen, weil in der Landung riesige Schneeknollen lagen – das hatte ich beim Facecheck nicht sehen können. Trotzdem war es super, hier in Alaska einen Run zu machen. Es war wieder sehr cool!“

 

Lokalmatador Ryland Bell (USA) siegt in Haines Alaska FWT 2016
Foto: freerideworldtour.com/DDaher Lokalmatador Ryland Bell (USA) holte mit 95 Punkten die Höchstwertung des Tages unter allen Teilnehmern. Flo Orley (in seiner Abschiedssaison im Gorillakostüm), gelang eine spektakuläre Linie mit einem gewaltigen Air.

Snowboard Herren: Titel für Luebke, Platz drei für Orley

Lokalmatador Ryland Bell (USA), mit einer Wildcard am Start, holte mit 95 Punkten die Höchstwertung des Tages unter allen Teilnehmern. Zwei riesige 360s und ein visionärer Transfer-Sprung bescherten ihm Platz eins. Mit 90 Punkten Zweiter wurde Sammy Luebke (USA), der damit nach seinen Siegen in Chamonix und Fieberbrunn bereits in Alaska den Weltmeistertitel feiern durfte. Er zeigte einen seiner typischen 360s und supergeschmeidige Turns.
Flo Orley (AUT), wie immer in seiner Abschiedssaison im Gorillakostüm, gelang eine spektakuläre Linie mit einem gewaltigen Air. Wegen einer Unsicherheit im unteren Bereich erhielt der Innsbrucker Abzüge beim Judging-Kriterium Kontrolle und damit 73,33 Punkte. Dennoch konnte er am Ende jubeln, schließlich bedeutete Platz drei für ihn die Qualifikation zum Swatch Xtreme Verbier. Damit hat Orley sich den Traum verwirklicht, zum Abschluss seiner Contestkarriere noch einmal am Bec des Rosses zu starten, an dem seine internationale Laufbahn mit einem dritten Platz im Jahr 2000 begonnen hatte. Orley liegt auf Platz fünf der Gesamtwertung, Zweiter hinter Weltmeister Luebke ist Jonathan Penfield (CAN) vor Ralph Backstrom (USA). „Ich bin superglücklich, nach Platz sieben, sechs und fünf diese Saison erstmals auf dem Podium zu stehen“, resümierte Orley. „Das war genau mein Gelände hier in Alaska – fette Berge! Ich habe 100 Prozent gegeben und voll riskiert. Das ist trotz des Problems am Ende des Runs auch voll aufgegangen. In Verbier habe ich jetzt sogar noch Chancen auf den dritten Platz der Gesamtwertung, das ist Motivation genug!“

 

Anne-Flore Marxer (SUI); die Siegerin von Chamonix und FWT-Weltmeisterin von 2011
Foto: freerideworldtour.com/DDaher Anne-Flore Marxer (SUI); die Siegerin von Chamonix und Weltmeisterin von 2011 siegt in Haines. Zweite wurde die amtierende Weltmeisterin und Siegerin von Andorra, Estelle Balet (SUI). Marion Haerty (FRA)landete auf dem dritten Platz.

Snowboard Damen: Duell der Weltmeisterinnen

Das Duell spitzt sich zu: Anne-Flore Marxer (SUI); die Siegerin von Chamonix und FWT-Weltmeisterin von 2011 punktete heute gegen die amtierende Weltmeisterin und Siegerin von Andorra, Estelle Balet (SUI). Die Judges gaben Marxers kreativer Linienwahl (88,33 P.) den Vorzug vor Balets Straight-Line-Ansatz (80 P.). Dritte wurde Marion Haerty (FRA), die damit in ihrer ersten FWT-Saison bei allen vier Events auf das Podium fuhr und heute noch weiter vorne gelandet wäre, wenn sie nicht bei einer Ausfahrt aus einem Couloir im unteren Bereich des Hanges Probleme gehabt hätte (74 P.). Auch in der Gesamtwertung liegt Anne-Flore Marxer (SUI) nun vor Estelle Balet (SUI) und Marion Haerty (FRA) – die Entscheidung über den Weltmeisterinnentitel fällt in Verbier!
Alle Runs von Alaska kann man im Replay unter www.freerideworldtour.com noch einmal anschauen.

 

Ryland_Bell_Snowboard_FWT16_HAINES_ALASKA
Foto: freerideworldtour.com/DDaher
22.03.2016
Autor: Redaktion planetSNOW/Ring PR
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