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Sprechstunde: Prellungen - was tun bei blauen Flecken?

Dr. Peter Brucker, DSV-Mannschafts- und Olympia-Arzt, erklärt, was bei Prellungen, Verstauchungen und Verrenkungen zu beachten ist.

„Bei Stürzen und Kollisionen kann es beim Skifahren durch stumpfe Gewalteinwirkung zu Prellungen sowie zu Verstauchungen und Verrenkungen von Gelenken kommen“, erläutert PD Dr. Peter Brucker, DSV-Mannschaftsarzt. „Aufgrund des einsetzenden Schmerzes sowie der durch die entstehende Einblutung und Schwellung eingeschränkten Bewegungs- und Funktionsfähigkeit muss die sportliche Betätigung dann oft abgebrochen werden.“

Um eine möglichst schnelle Heilung dieser sogenannten stumpfen Traumen zu gewährleisten, empfiehlt der Orthopäde und Unfallchirurg, so früh wie möglich mit der Erstbehandlung zu beginnen. „Da bei Verrenkungen aber auch schwerwiegende Verletzungen des Knorpels oder des Kapsel- und Bandapparates auftreten können, gilt es zunächst, eine entsprechende Diagnostik durchzuführen“, betont Brucker.

Können schwerere Verletzungen ausgeschlossen werden, bestehe die Behandlung im Wesentlichen aus Kühlung, Kompression, Hochlagerung und Schonung des betroffenen Körperteils, auch als PECH-Schema bekannt. „Diese Maßnahmen reduzieren die Einblutung bzw. Schwellung und verkürzen somit wesentlich den Heilungsprozess. Jede Minute, die man bei der Erstversorgung verpasst, muss anschließend mit einer verlängerten Rehabilitationszeit gebüßt werden.“ Ergänzend können Präparate auf Enzymbasis oder natürliche Arzneimittel wie Traumeel (Creme, Tabletten oder Injektion) die Heilung positiv beeinflussen.

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10.01.2014
Autor: DSV aktiv
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