Sie sind hier: › Startseite › Aktuelles › Interview mit Hermann Maier zur Initiative »Sicher im Schnee«
Interview mit Hermann Maier zur Initiative »Sicher im Schnee«
07.12.2009 von Panama PR GmbH
»Sicher im Schnee« ist eine Initiative für mehr Sicherheit im Wintersport, die 2007 von Intersport, in Koorperation mit dem DSV aktiv und Skiinfo gestartet wurde.
Herr Maier, warum machen Sie sich als Profiskifahrer gemeinsam mit Ihrem Ausstatter Head und der Initiative »Sicher im Schnee« für das Thema Sicherheit im Wintersport stark?
Skifahren ist ein wunderschöner Sport, den man von früher Kindheit bis ins hohe Alter ausüben kann und der immer Spaß macht. Zum Spaß gehört aber natürlich auch die Sicherheit. Dazu trägt auf der einen Seite eine sichere Ausrüstung, aber auch das Bewusstsein der Skifahrer bei, sich selbst und andere nicht zu gefährden. Ich unterstütze die Aktion »Sicher im Schnee«, weil ich einen Beitrag leisten möchte, die Sicherheit der Ausrüstungen zu verbessern und die Skifahrer darauf hinzuweisen, wie Gefahren und Risiken zu vermeiden sind.
Sie haben als Doppel-Olympiasieger und Weltmeister langjährige Erfahrungen im Skisport. Worin besteht, Ihrer Meinung nach, dass größte Gefahrenpotenzial auf der Piste?
Ich glaube ein großes Risiko ist die Selbstüberschätzung der Skifahrer auf den Pisten. Wenn jeder so Ski fährt, dass er jederzeit auf gefährliche Situationen reagieren und stehen bleiben kann, würde das unseren Sport deutlich sicherer machen.

- Grafik: Skiunfälle pro 1.000 Skifahrer
Foto: www.sicher-im-schnee.de

- Der österreichische Skiweltmeister und Olympiasieger Hermann Maier unterstützt mit seinem Ausstatter Head die Initiative.
Foto: www.sicher-im-schnee.de
In Ihrer Skifahrer-Karriere haben Sie verschiedene Unfälle erlebt. Hat sich dadurch Ihr Sicherheitsdenken und -handeln auf der Piste verändert?
Wenn ich am Start der Streif in Kitzbühel stehe, darf ich nicht darüber nachdenken, was passieren könnte, wenn ich über die Mausefalle springe, dann habe ich keine Chance mehr. Meine Stürze in Rennen habe ich immer selbst verschuldet, sie sofort abgehakt und bin schnellstmöglich wieder gestartet. Wenn ich aber frei Ski fahre, denke und handle ich völlig anders. Ich versuche Risikosituationen vorauszuahnen und ihnen aus dem Weg zu gehen. Stürze haben darauf keinen Einfluss, eher die größere Lebenserfahrung mit zunehmendem Alter.
Wie sollten sich Wintersportbegeisterte auf die Piste vorbereiten, um sicher durch den Wintersporttag zu kommen? Haben Sie als Profi ein paar Tipps?
Als Skirennfahrer habe ich das ganze Jahr trainiert. Nur wer in den Sommermonaten die Kraft für den Winter tankt, kann fit an den Start gehen. Wenn Freizeitskifahrer glauben, sie können aus dem Alltag auf die Piste gehen, unterliegen sie einem großen Irrtum. Ich kann nur empfehlen einige Wochen vor der ersten Abfahrt mit Skigymnastik und zumindest einem leichten Konditionstraining zu beginnen.
Mehr zum Thema Sicherheit und Ski-Touren auf planetSNOW.de- Produkt-Spezial zu Sicherheitsequipment für Piste und Powder
- Sicherheit im Schnee: Experteninterview mit Rudi Mair
- Freeride Guide für das Salzburger Land
- Alles für die Tour: das beste Skitouren Equipment der Saison
- Skitouren Sicherheit: Lawinenkurs und Risikovermeidung beim Tourengehen
- Die K2-Tourenabende gehen in die zweite Runde
- Powderguide: Denken statt schaufeln
- Das Vaude Skitouren Opening im Kleinwalsertal
- Interview mit Hermann Maier zur Initiative »Sicher im Schnee«
- Die neue Dimension des hochalpinen Winters: Free-Ski-Mountaineering
- Neues DSLV-Buch: Sicher durch den Skiwinter
- »risk´n´fun« - OEAV-Ausbildung für junge Freerider
- Für mehr alpine Sicherheit: SPORT 2000 startet Fachhändler-Initiative
- Freeride College – Dein Tag im Powder
- Neue Freeride-Maps und neues Freeride-Tourenbuch
Auf der nächsten Seite: » Teil 2: Interview mit Hermann Maier zur Initiative »Sicher im Schnee«
07.12.2009
© planetSNOW
Autor: Panama PR GmbH


