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Freeride-Worldtour: Haunholder in Tignes unschlagbar
Der Österreicher Matthias Haunholder landete gestern am Grand Balme beim vorletzten Tourstop der Freeride World Tour in Tignes/Frankreich vor allen Favoriten und belegt nun Platz zwei im Freeride World Ranking.
Es ist noch kein Jahr vergangen seit sich Matthias Haunholder mühsam durch die Qualifikationsserie fu?r die Freeride World Tour kämpfen musste. Seit gestern hat der Walchseer nicht mehr nur einen Sieg bei einem Qualifikationscontest auf seinem Konto, sondern steht inmitten des Who is who der internationalen Freeride-Szene: Mit einem optimalen Lauf holte sich der Freerider aus dem ATOMIC Freeskiing Team beim Freeride de Tignes seinen ersten Sieg auf der FWT und verwies den Franzosen Thomas Diet und Vorjahres-Weltmeister Henrik Windstedt aus Schweden auf die Plätze zwei und drei.
Die ersten Tourstops der Freeride World Tour hätten ihm das Selbstvertrauen für diesen Sieg gegeben, sagte der 29-Jährige nach seinem Erfolg bei der dritten und vorletzten Veranstaltung vor dem Saisonfinale in Verbier. „Ich habe viel Zeit damit verbracht, den Grand Balme-Hang zu betrachten, noch bis spät in die Nacht hinein. Ich wusste, dass ich Mut brauchen würde, um mich bei dieser Abfahrt von den anderen abzusetzen“, resümierte Haunholder, der auf dem ATOMIC Coax unterwegs war und dessen Taktik bei der Bewältigung des Contesthangs voll aufging. Er wusste, er mu?sse alles aus sich herausholen, um sich hier gegen Größen wie den derzeit führenden in der World Tour Gesamtwertung Aurelien Ducroz oder den Schweden Sverre Lillequist durchzusetzen. Orientiert hat sich Haunholder bei der Linienwahl an Snowboard-Ikone Xavier de le Rue. Auch dieser suchte nach einer Linie mit schwierigen und hohen Cliffdrops mit einer tiefen Landung. Im Wettkampf konnte Haunholder dann alles umsetzen was er sich vorgenommen hatte. Er stellte seine Sprünge locker in den Schnee und zeigte einen flüssigen und kontrollierten Lauf durch das steile und anspruchsvolle Gelände. Haunholder hat sich durch seinen Sieg bereits fu?r den nächsten Tourstop der Freeride World Tour, den vom 20. bis 29.3.2009 stattfindenden Verbier Xtreme qualifiziert. Bei diesem Saisonabschluss dürfen nur die besten acht aus der Freeride World Tour-Gesamtwertung teilnehmen. In dieser liegt der junge Österreicher momentan mit 3360 Punkten auf Platz zwei. Führender ist der Franzose Aurelien Ducroz mit 3590 Punkten. Der Sieg in Tignes war bereits das dritte TopTen-Ergebnis in der laufenden Saison. Schon beim Tourstop der World Tour im russischen Sotschi konnte er mit einem siebten Platz für Aufmerksamkeit sorgen. Bei seinem Heimspiel, dem Big Mountain Fieberbrunn, der als Freeride World Qualifier-Contest ebenfalls Punkte in der Gesamtwertung einbringt, erreichte er sogar den zweiten Platz. Beim Finale in Verbier stehen Haunholder noch alle Tu?ren offen seinen großen Traum zu verwirklichen. Mit einem weiteren Sieg wäre der ATOMIC Teamrider am Ende der Saison Erster der Gesamtwertung. Und Freeride World Champion.
Über Matthias Haunholder
Österreich wäre keine richtige Skination, gäbe es nicht Mathias Haunholder. Der 29-jährige Tiroler ist der einzige Vertreter der Alpenrepublik auf der Freeride World Tour 2009. Der Einzige, der die rot-weiß-rote Fahne auf internationalem Freeride-Contest-Parkett hoch hält. Im letzten Jahr qualifizierte sich der Walchseer fu?r die großen Veranstaltungen im Big Mountain-Contestkalender als Erstplazierter der dazugehörigen Freeride World Qualifier-Serie. Und geht es nach dem begeisterten Kletterer, Slackliner und Paraglider möchte er genau diesen Podestplatz schnellstmöglich wieder erreichen - nur eine Stufe höher: Haunholder gibt unumwunden zu, dass er den World Champion-Titel anpeilt. Für einen staatlich geprüften Skiführer, der nach eigener Aussage „mit Skiern geboren wurde“, ein ehrgeiziges, aber keineswegs unrealistisches Ziel. Beim World Tour Stopp in Mammoth/USA 2008 landete der bekennende Glen Plake-Fan auf Platz sechs - noch vor Kaj Zackrisson und Guerlain Chicherit. Letzterer war schon mal Weltmeister!

