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Powder-Kino: Die besten Skifilme der Saison
Skifilme sind das Methadon des Powderjunkies. Sie helfen über jedes noch so stabile Hochdruckgebiet hinweg, motivieren werktags im Hochwinter und sind der Strohhalm für alle Kreuzbandreißer – wird schon wieder. planetSNOW hat die Streifen auf ihre Wirkung überprüft.
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- 2Powder-Kino: RTP – Can‘t stop
- 3Powder-Kino: MSP – In Deep
- 4Powder-Kino: Nimbus – Contrast
- 5Powder-Kino: Level 1 Productions – Refresh
- 6Powder-Kino: Poorboyz – Everyday is a Saturday
- 7Powder-Kino: Teton Gravity Research – RE:Session
Auch für die Saison 09/10 hat man wieder ordentlich aufgefahren. Rund 20 Neuerscheinungen wollten gesichtet werden, sechs davon haben es in diese Übersicht geschafft. Dabei sind die meisten neuen Filme nicht mehr als eine Art Tagebuch der letzten Saison à la »having some fun with some friends«. Was fehlt, ist die Geschichte, der rote Faden oder wenigstens eine gute Prise Humor. Auch bestätigt sich, was MSP schon 2006 in ihrem Film »Push« vermuteten: Die Grenzen in Sachen höher, weiter, schneller sind ziemlich ausgereizt und nur noch unter Einsatz der Gesundheit zu verschieben. Klar wurde hier und da an der Schwierigkeitsschraube gedreht, doch ob ein Tanner Hall seine Tricks mit drei oder dreieinhalb Drehungen vollführt, interessiert primär Insider.
Hinter den Kulissen dagegen vollzieht sich langsam ein Paradigmenwechsel. Immer mehr Filmer wechseln von der 16-mm-Kamera mit ihren teuren Filmspulen hin zu Digitalkameras à la RED (www.red.com). Die kosten zwar in der Anschaffung den Preis eines Kleinwagens, verursachen aber nur geringe Folgekosten und animieren zu immer gewagteren Perspektiven, da Ausschuss nur die Abnutzung des Delete-Knopfes kostet. Ein weiterer Vorteil: Die Daten müssen nicht wie beim 16-mm-Film digitalisiert werden, sondern können sofort und ohne Qualitätsverlust verarbeitet werden. Die etwas künstlichere Bildanmutung nimmt man da gern in Kauf.
Die verbesserte Bildqualität kommt auch der besonders in den USA gängigen Praxis zugute, den Film vor Verkaufsstart in diversen Kinos auf Großbildleinwand zu zeigen. So begeistert man nicht nur die Massen, sondern holt auch die Produktionskosten wieder rein, bevor man mit dem DVD-Verkauf Geld verdient. Eine Tradition, die hierzulande allein von Warren Miller gepflegt wird.
Bei all den Erwartungen, die die neueste Generation Skifilme nur bedingt erfüllen kann, bleibt festzuhalten: Auch in diesem Jahr sind einige Perlen auf dem Skifilmmarkt, die es aufzupicken gilt und mit denen man die Vorfreude auf den ersten Powderschwung wirksam steigern kann.
By the way: die Musik aus den Filmen findet man unter www.skimoviemusic.com zum Download.
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15.03.2010
© planetSNOW Ausgabe 01/2010


